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Analyse von PCR-Tests Omikron auf der Spur: Wie ein Großlabor in der Pandemie am Limit arbeitet

Sehen Sie im Video: Omikron auf der Spur – wie ein Großlabor in der Pandemie am Limit arbeitet.




Der Labordienstleister Bioscientia in Ingelheim hat in diesen Tagen viel zu tun. Bei den hohen Infektionszahlen im beginnenden Winter arbeitet das Labor am Limit. Zwar habe man die Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, so der Geschäftsführer und leitende Arzt, Oliver Harzer, aber die Zahl der benötigten PCR-Tests sei einfach sehr hoch. Und jetzt kommt auch noch die neue Omikron-Variante hinzu. O-TON OLIVER HARZER, GESCHÄFTSFÜHRER UND LEITENDER ARZT DER BIOSCIENTIA: "Also wir haben in der Zwischenzeit Omikron tatsächlich auch schon gefunden, die Variante, und zwar jetzt bis Stand heute etwa zehn Fälle, die wir auch gemeldet haben. Und wir haben sozusagen permanent ja dieses Hintergund-Screening, dieses Sentinel-Screening von 5 Prozent der positiven Proben, die wir seit Dezember letzten Jahres machen. Und daraus können Sie mal ermessen aus den vielen tausend positiven, die wir ja im Moment sehen, die Sie ja auch jeden Tag in den RKI-Meldungen nachverfolgen können, dass der Anteil natürlich insgesamt noch sehr niedrig ist. Aber man darf damit rechnen, dass das eben jetzt einen steilen Anstieg nehmen wird, wie wir das wahrscheinlich bei Delta auch gesehen haben. Das würde ich zumindest erwarten." Bei mehr als 70.000 Neuinfektionen pro Woche werden fünf Prozent der positiven Proben voll genom-sequenziert. Bei Delta konnten die Mitarbeiter so den exponentiellen Anstieg exakt nachvollziehen. Eine ähnliche Entwicklung erwarten sie auch für Omikron, zumal der PCR-Test gut bei dieser Variante anzuwenden ist. Harzer betonte am Donnerstag in Ingelheim auch, dass man den hohen Infektionszahlen nur mit einer hohen Impfquote entgegentreten könne. O-TON OLIVER HARZER, GESCHÄFTSFÜHRER UND LEITENDER ARZT DER BIOSCIENTIA: "Also, die Zahlen sind im Moment sehr hoch und wir kriegen das ganze Ding nur gelöst, wenn wir einfach eine höhere Impfquote erreichen. Das ist so. Dann unterbrechen wir Infektionsketten und als positiver Nebeneffekt tritt dann auch noch auf, dass wenn diese Infektketten unterbrochen werden, wenn das Pool der Menschen, in denen sich das Virus vermehren kann, wenn der Pool kleiner wird, dann haben wir auch weniger Pool für das Virus, zu mutieren. Und vielleicht haben wir dann auch mit weniger Mutationen zu tun. Also das Impfen hat da in vielerlei Hinsicht eine Schutzfunktion, einmal fürs Individuum, aber auch für das für die Gesamten. Deshalb Ihr Leute, lasst euch impfen, das hilft. Und es gut für uns. Es ist gut für uns alle und alle. Alle Informationen, alle Daten rational sprechen dafür, das zu tun." Und genau das ist auch das erklärte Ziel der neuen Bundesregierung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach, SPD, betonte erst am Mittwoch bei Dienstantritt, dass die aktuelle Strategie vorsieht, dass rund 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende angestrebt werden. Allerdings meldete das Robert-Koch-Institut am Donnerstag noch, dass erst rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung vollständig geimpft sei.
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Bei den hohen Infektionszahlen arbeitet der Labordienstleister Bioscientia am Limit. Oliver Harzer, Geschäftsführer und leitender Arzt, empfiehlt vor allem, dass sich alle möglichst schnell impfen lassen sollen.

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