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BÖRSENGANG: Deutsche-Bahn hält an Börsenplänen fest

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hält trotz der gegenwärtigen Konjunkturschwäche an den Börsenplänen für sein Unternehmen fest.

»Wenn die Bundesrepublik Deutschland in zwei oder drei Jahren Geld braucht, kann sie eine erste Tranche von vielleicht 15 oder 20 Prozent der Aktien der Deutschen Bahn AG für einen guten Preis an der Börse verkaufen,« sagte Mehdorn in der Mittwochsausgabe derFrankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). »Wir halten trotz aller derzeitigen Schwächen der Konjunktur an unserem Plan fest, 2004 oder 2005 kapitalmarktfähig zu sein«, bekräftigte der Bahn-Chef frühere Aussagen. »Die Japaner haben gezeigt, dass dies funktionieren kann«. Es gebe für die Deutsche Bahn bereits weltweit positive Interessenbekundungen potentieller Aktieninvestoren. Bei den diesjährigen Begebungen von Bahn-Anleihen im Wert von insgesamt zwei Milliarden Euro sei die Nachfrage höher gewesen als das Angebot. »Das ist doch ein gutes Zeichen.«

In zwei Jahren profitabel?

Die Deutsche Bahn schreibt derzeit hohe Verluste, und die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro. Von 2004 an will Mehdorn Gewinne ausweisen.

Japanische Beteiligung

Der Bahn-Chef hält eine Beteiligung einer der drei profitablen japanischen Eisenbahngesellschaften an der Deutschen Bahn grundsätzlich für möglich. »Ich will das nicht ausschließen.« Er würde es begrüßen, wenn eines der Unternehmen die Mittel frei habe, um sie bei der Bahn zu investieren. Allerdings sei er nicht in der Position das zu entscheiden. In fünf bis zehn Jahren sehe er den Jahresumsatz der Deutschen Bahn von derzeit etwa 15 Milliarden auf 25 bis 30 Milliarden Euro steigen, sagte Mehdorn weiter.