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Corona-Regeln und mehr Das ändert sich im Oktober für Verbraucher

Corona-Kontaktliste
Zettel zur Registrierung von Besuchern in einer Pizzeria
© Marijan Murat / DPA
Ab Oktober gelten für die Bürger zahlreiche neue Corona-Regeln. Aber auch bei Zahnersatz und Entschuldung gibt es neue Regeln. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Die Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Herbst nimmt zu. Daher werden ab Oktober zahlreiche Regeln verschärft (mehr dazu lesen Sie auch hier). Aber auch abseits der Corona-Regeln gibt es einige Neuerungen für Verbraucher. Hier sind die wichtigsten Corona- und Nicht-Corona-Änderungen im Überblick:

1. Falschangaben auf Corona-Listen werden teuer

Wer beim Besuch von Restaurants, Gaststätten oder ähnlichen Lokalitäten falsche Angaben zu seinen persönlichen Daten macht, muss künftig mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Schleswig-Holstein will sogar 1000 Euro verlangen, wenn sich jemand mit "Micky Maus" oder anderen falschen Kontaktdaten auf den für die Kontaktverfolgung vorgesehenen Listen einträgt. Nur in Sachsen-Anhalt müssen Restaurantbetreiber solche Listen überhaupt nicht mehr auslegen.

2. Obergrenzen für private Feiern

Je nach Infektionsgeschehen gelten strengere Obergrenzen für private Feiern. Gibt es in einem Landkreis binnen sieben Tagen mehr als 35 Neuinfizierte je 100.000 Einwohner dürfen in öffentlichen oder angemieteten Räumen höchstens 50 Personen gemeinsam feiern. Übersteigt der Wert 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sind nur noch 25 Feiernde erlaubt.

3. Quarantäne nach Einreise aus Risikogebieten

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss ab dem 1. Oktober für 14 Tage in Quarantäne. Mit einem negativen Testergebnis auf Sars-CoV-2 kann man diese vorzeitig beenden – allerdings frühestens fünf Tage nach Einreise. Der Test ist in den ersten zehn Tagen kostenfrei.

4. Differenziertere Reisewarnungen

Die pauschale weltweite Reisewarnung für Nicht-EU-Länder und Nicht-Schengen-Länder weicht einer individuelleren Betrachtung. Ab dem 1. Oktober 2020 gibt das Auswärtige Amt "wieder uneingeschränkt differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise für einzelne Länder", heißt es auf der Webseite des Amtes.

5. Mehr Geld für Zahnersatz

Die Krankenkassen zahlen ab Oktober mehr Geld für Zahnersatz. Der Zuschuss für Kronen, Brücken oder Prothesen steigt von 50 auf 60 Prozent der Kosten. Extras, die über die Regelversorgung hinausgehen, müssen weiter selbst bezahlt werden.

6. Schneller schuldenfrei

Verbraucher und Unternehmer können im Rahmen eines Insolvenzverfahrens künftig in drei statt bisher sechs Jahren schuldenfrei werden. Zudem ist es für die Restschuldbefreiung nicht mehr erforderlich, dass die Schuldner ihre Verbindlichkeiten in einer bestimmten Höhe tilgen. Die Neuregelung gilt für Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Oktober beantragt werden, und ist zunächst bis 30. Juni 2025 befristet.

7. Kinderbonus, Teil 2

Als Teil der Corona-Hilfen zahlt die Bundesregierung Eltern einen Kinderbonus von insgesamt 300 Euro je Kind. Im September landeten bereits 200 Euro je kindergeldberechtigtem Kind auf dem Konto der Eltern. Im Oktober folgen nun die restlichen 100 Euro. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden, sondern wird automatisch von der zuständigen Familienkasse ausgezahlt.

8. Zeitumstellung

Am 25. Oktober beginnt die Winterzeit. Die Europäische Union möchte zwar die Zeitumstellung eigentlich abschaffen, doch noch ist es nicht soweit. In der Nacht vom 24. auf 25. Oktober um drei Uhr morgens wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Wir dürfen also einmalig eine Stunde länger schlafen, dafür wird es fortan früher dunkel.


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