HOME

Discounter: Trend zum Einheitspreis

Branchenprimus Aldi ist bei einem Vergleich mit anderen Supermärkten nur auf Platz sieben gelandet. Der Grund: Die Konkurrenz hat mittlerweile Billig-Linien auf den Markt gebracht.

Die US-Supermarktkette Wal Mart hat einen Preisvergleich der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter zwölf Supermärkten und Discountern als billigster Anbieter knapp gewonnen. Branchenprimus Aldi landete nur auf Rang sieben, hinter den Konkurrenten Lidl, Norma, Penny und Plus, aber auch hinter der Supermarktkette Rewe, wie die Verbraucherzentrale am Montag in Düsseldorf mitteilte. Allerdings ist die Preisdifferenz denkbar gering: Gerade neun Cent trennten Aldi vom Spitzenreiter Wal Mart.

Der Test zeige, dass die Billig-Linien der Supermärkte preislich durchaus mit den großen Discountern mithalten könnten, berichteten die Verbraucherschützer. Verglichen wurden die Preise für zehn Artikel von Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker und Salz bis zu Kaffee, Konfitüre und Tiefkühl-Pizza. Neben den fünf großen Discountern wurden auch die Supermarktketten Edeka, Kaiser’s, Spar, Rewe und Extra sowie die zwei Verbrauchermärkte Wal-Mart und Real geprüft.

Märkte kennen Preise der Konkurrenz

Das Ergebnis der Verbraucherzentrale: Die Märkte kennen offenbar die Preise der Konkurrenz genau und richten sich danach. Gerade mal 37 Cent ließen sich beim Testsieger Wal-Mart (Gesamtpreis 7,50 Euro) einsparen gegenüber dem Zehntplatzierten Extra (7,87). Allein Spar (9,78 Euro) und Edeka (10,57 Euro) konnten beim Preis-Vergleich nicht mithalten und blieben deutlich über den Kampfpreisen der Konkurrenz.

Laut Verbraucherzentrale liegt angesichts der geringen Preisdifferenzen die Vermutung nahe, dass bereits eine leicht abgeänderte Auswahl der Produkte heftige Verschiebungen innerhalb der Ergebnisliste auslösen könnte. Am Trend zum Einheitspreis ändere das aber nichts.

AP / AP