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Erneuerbare Energie: Windräder trotzen der Wirtschaftskrise

Die deutsche Windindustrie hat der Wirtschaftsflaute im vergangenen Jahr getrotzt. 2009 seien fast 1000 Windräder neu gebaut worden, teilte der Bundesverband Windenergie (BWE) am Mittwoch in Berlin mit.

Die deutsche Windindustrie hat der Wirtschaftsflaute im vergangenen Jahr getrotzt. 2009 seien fast 1000 Windräder neu gebaut worden, teilte der Bundesverband Windenergie (BWE) am Mittwoch in Berlin mit. Damit wurden 1900 Megawatt Leistung neu installiert, was einem Zuwachs von 15 Prozent entspricht. Die neuen Windräder können etwa den Strom von drei Kohlekraftwerken liefern. Insgesamt stehen in Deutschland nun 21.100 Windmühlen. In der Branche arbeiteten laut BWE zudem 2009 erstmals mehr als 100.000 Menschen.

Hauptgrund für das Wachstum seien die besseren Förderbedingungen unter dem "Erneuerbaren Energien Gesetz", die zu Jahresbeginn 2009 in Kraft getreten seien, sagte BWE-Präsident Hermann Albers. "Die deutsche Windindustrie hat wieder eine solide Basis." Erfreulich sei, dass erstmals Windräder auf hoher See gebaut würden. Davon erhofft sich die Branche den größten Schub für die nächsten Jahre.

An Land komme nun auch der Austausch alter Anlagen durch neue in Schwung, sagte Albers. Dabei habe die Branche die zögerliche Vergabe von Darlehen durch Banken - die sogenannte Kreditklemme - gut gemeistert.

Wachstum werde entgegen den Befürchtungen auch auf dem Weltmarkt registriert: Hier wirke sich das Konjunkturprogramm von US-Präsident Barack Obama aus. Größter Markt aber sei China, das 2009 seine Kapazitäten noch einmal verdoppelt habe.

Reuters / Reuters