HOME

EURO: Postbank nimmt Gebühren für Euro-Umtausch

Angeblich wollen auch andere Banken an der Währungsumstellung verdienen - was bei Verbraucherschützern Proteste auslöst.

Die Postbank will Gebühren für den Umtausch von D-Mark in Euro verlangen: Für jeden Tausch nach dem 1. Januar 2002 werden dann fünf Euro (9,78 Mark) fällig, wie eine Sprecherin der »Bild am Sonntag« sagte. Als Grund wird der enorme Aufwand genannt, der zu langen Wartezeiten an den Schaltern führen könnte. Auch andere Banken denken angeblich darüber nach, zumindest von Fremdkunden Umtauschgebühren zu erheben. Dazu gehörten die Deutsche Bank 24, die Dresdner und die Commerzbank.

Schon jetzt Gebühren für Nicht-Kunden

Bereits jetzt kassieren viele Banken Gebühren, wenn Verbraucher ihre Ersparnisse am Schalter einzahlen wollen und nicht zum Kundenstamm gehören. Die Post verlangt dem Bericht zufolge fünf Mark für die Bearbeitung bei Summen bis zu zehn Mark, bei Fühlen Sie sich geschröpft? Erzählen Sie es im Wirtschaftsforum... größeren Summen (10.000 Mark) sind zehn Mark fällig. Bei der HypoVereinsbank zahlen Nicht-Kunden 20 Mark für jeden gefüllten Geldsack (18 Kilogramm) und 50 Pfennig je Papierbanderole. Die Sparda-Bank Hannover, die SEB (früher BfG-Bank) und die Citibank nehmen Hartgeld von Fremdkunden erst gar nicht an. »Fremdkunden sollen zu ihrer eigenen Bank gehen«, sagte Citibank-Sprecher Patrik Fischer dem Blatt.

Verbraucherschützer protestierten gegen die Gebührenpolitik. Peter Lischke von der Berliner Verbraucherzentrale befürchtet eine Kettenreaktion: »Wenn ausgerechnet das Staatsunternehmen Postbank mit dieser Preispolitik vorprescht, ziehen die Privatbanken bestimmt nach.«

Themen in diesem Artikel