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Exxon Mobil: Rekordgewinn dank hoher Ölpreise

Der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil hat seinen Gewinn 2005 um 43 Prozent steigern können. Damit überholt der Konzern Wal Mart als umsatzstärkstes Unternehmen der USA.

Die Explosion der Öl- und Gaspreise hat dem weltgrößten börsennotierten Ölkonzern Exxon im vierten Quartal 2005 einen Rekordgewinn von 10,71 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) beschert. Bereinigt um Sonderfaktoren erzielte der Konzern einen Gewinn von 10,32 Milliarden Dollar oder 1,65 Cent je Aktie und übertraf damit deutlich die Analysten-Erwartungen von 1,44 Cent. Der Umsatz verbesserte sich von 83,37 Milliarden im Vorjahr auf nun 99,66 Milliarden Dollar.

"Es ist ein außergewöhnlich starkes Quartal, sie sind das profitabelste Unternehmen der Welt", sagte Robert Lutts, Präsident von Cabot Money Management. "Es könnte bei einigen Argwohn auslösen, aber sie machen nur ihren Job", sagte er.

Die Ölpreise sind im vergangenen Jahr um etwa 40 Prozent gestiegen. Gründe waren vor allem das knappe Angebot sowie politische Spannungen in Förderländern wie Iran und Nigeria. Der Gaspreis entwickelte sich ähnlich. Die hohen Energiekosten haben sich indes belastend auf die Volkswirtschaften in den USA und auch Europa ausgewirkt. Für Unternehmen erhöhten sie die Kosten und drückten damit auf die Gewinnmargen und beim Verbraucher sorgten sie für Konsumzurückhaltung. Angesichts der Rekordgewinne bei vielen Energieunternehmen waren zuletzt Rufe nach einer Sondersteuer auf die Ergebnisse laut geworden - konnten sich aber bislang nicht durchsetzten.

Im Gesamtjahr 2005 verzeichnete der Ölmulti ebenfalls einen rasanten Anstieg des Nettogewinns um 43 Prozent auf 36,13 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte auf 371 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Den deutlichen Gewinnzuwachs im vierten Quartal 2005 erzielte Exxon angesichts der hohen Öl- und Gaspreise vor allem in dem Bereich Erkundung und Förderung. Aber auch im Segment Verarbeitung zeigte die Gewinnkurve dank großer Nachfrage nach oben. Einen Gewinnrückgang musste der Konzern dagegen wegen gestiegener Materialkosten im Chemiegeschäft hinnehmen.

AP/Reuters