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FINANZDIENSTLEISTER: Deutsche Bank verkauft weitere Beteiligungen

Die DB beschleunigt ihre Konzentration auf das Kerngeschäft und verkauft deshalb ihre Beteiligung am Reifenhersteller Continental und US-Wertpapierverwalter State Street Corporation.

Deutschlands größtes Bankhaus teilte am Dienstag in Frankfurt am Main mit, dass es sowohl ihre Industrie-Beteiligung am Reifenhersteller Continental als auch ihre internationale Wertpapierverwahrung -und Verwaltung an den US-Dienstleister State Street Corporation verkaufe.

Zustimmung der Kartellbehörden steht aus

Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bank bei der Transaktion mit State Street Corporation mehr als 3.500 Mitarbeiter, davon aber weniger als zehn Prozent in Deutschland. Das inländische Wertpapierverwahrgeschäft in Kontinentaleuropa, Asien und Lateinamerika ist den Angaben zufolge nicht Teil der Verkaufsverhandlungen. Der Kaufpreis beläuft sich auf voraussichtlich 1,5 Milliarden Dollar (Euro). Allerdings müssen die zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden dem Deal in den nächsten Monaten noch zustimmen.

Starke Nachfrage nach Conti-Aktien

In einer weiteren Verkaufsaktion hat die Deutsche Bank ihre Aktienbeteiligungen von 7,5 Prozent am Reifenhersteller Continental im Wert von rund 140 Millionen Euro veräußert. Die Nachfrage der weltweit bei institutionellen Investoren platzierten Aktien - Veräußerungspreis von 14,10 Euro - überstieg laut Deutsche Bank das Angebot deutlich.