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FINANZDIENSTLEISTER: HypoVereinsbank baut nach Verlusten weiter um

Die HypoVereinsbank reagiert mit einer neuen Führungsstruktur und weiteren Entlassungen auf einen nicht unerwarteten Ergebniseinbruch im dritten Quartal.

Der Gewinn vor Steuern ging in den Monaten Juli bis September um fast zwei Drittel auf 94 (Vorjahr pro forma: 280) Millionen Euro zurück, wie die zweitgrößte Bank Deutschlands mitteilen mußte. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter fiel auf 68 (149) Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Für Kreditrisiken hat die HVB in den ersten neun Monaten bereits 1,335 Milliarden Euro zurückgestellt, für das ganze Jahr plant sie nun mit einer Vorsorge von 1,78 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite sank zum 30. September auf 5,8 von 7,4 Prozent.

Im Privat- und Geschäftskundenbereich der HypoVereinsbank sollen bis 2004 weitere 2.200 Stellen gestrichen werden, womit sich der Arbeitsplatzabbau im Konzern auf über 9.000 summiert. Bis 2003 will die HypoVereinsbank ihr Filialnetz um weitere 170 auf 610 Zweigstellen zusammenstreichen. Die strategische Führung soll von Anfang 2002 an von einer »virtuellen Holding« geleistet werden, der fünf der elf Vorstandsmitglieder angehören. Das Privat- und Firmenkundengeschäft bleibt regional organisiert, dazu kommen die konzernübergreifenden Bereiche Real Estate, Corporates & Markets und Wealth Management. »Damit garantieren wir eine effiziente Steuerung des größer gewordenen Konzerns, beschleunigen die Realisierung der Synergieeffekte (...) und schließen den Innenausbau der Bank ab«, erklärte Vorstandssprecher Albrecht Schmidt.