Finanzkrise BayernLB erwartet Milliardenverlust


Deutschlands zweitgrößte Landesbank hat die Finanzkrise noch nicht abgeschüttelt: Die BayernLB rechnet für das laufende Jahr mit einem Minus von rund einer Milliarde Euro. Der Hauptgrund für die schlechte Bilanz liegt in Österreich.

Die BayernLB stellt sich für dieses Jahr wegen der Belastungen durch die österreichische Problem-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGGA) auf einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro ein. Das teilte die zweitgrößte deutsche Landesbank am Dienstag in München mit. Die hohe Risikovorsorge und zu erwartende Wertberichtigungen für die HGAA dürften das Konzernergebnis im vierten Quartal "in erheblichem Umfang belasten", hieß es. Genau beziffern lasse sich dies aber derzeit noch nicht.

Die BayernLB war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste vom Freistaat Bayern mit rund zehn Milliarden Euro gestützt werden. Wegen der "soliden Kapitalausstattung" des Konzerns werde der erwartete Verlust "keine Kapitalmaßnahmen auf Ebene der BayernLB" erfordern, hieß es.

In den ersten neun Monaten verbuchte die Landesbank, die zurzeit einen Umbau durchläuft, ein Konzernergebnis vor Steuern von 376 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die BayernLB wegen der Auswirkungen der Finanzkrise noch einen Verlust von 1,74 Milliarden Euro eingefahren.

DPA DPA

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