Fisher-Price Massenrückruf von defektem Spielzeug


Weil in der Farbe ein gesundheitsgefährdender Bleiwert festgestellt wurde, startet der weltgrößte Spielwarenhersteller Fisher-Price eine Rückrufaktion. Die Kunststoffartikel, darunter so populäre Figuren wie "Big Bird" oder "Elmo", wurden in China gefertigt.

Wegen überhöhter Bleiwerte in Spielwaren hat der amerikanische Hersteller Fisher-Price in den USA die größte Rückrufaktion seit neun Jahren gestartet. Betroffen sind 83 verschiedene Kunststoffprodukte, die in China hergestellt wurden und deren Farbanstrich die zulässigen Grenzwerte für Blei übersteigt. Mattel hatte festgestellt, dass bei den zwischen dem 19. April und 06. Juli 2007 gefertigten Spielwaren, die Farbei einen zu hohen Bleiwert aufwiesen. Hierdurch kann es zu Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Kindern kommen.

Von den Spielwaren, darunter populäre Spielfiguren wie "Big Bird", "Elmo", "Dora" und "Diego", wurden in den USA seit Mai 967.000 Stück verkauft. Das Problem sei bei einer internen Untersuchung entdeckt und sofort der Verbraucherschutzkommission (CPSC) gemeldet worden, sagte Fisher-Price-Geschäftsführer David Allmark am Mittwoch.

In Deutschland sei ausschließlich der Fisher-Price-Artikel 90057 betroffen. Dies seien kleine Musikinstrumente aus der Sesamstraßen-Reihe. In den USA handelt es sich jedoch um ein deutlich größeres Sortiment. Nach Medienangaben seien dort knapp eine Million Spielzeuge zurückgerufen worden.

Das Unternehmen und die Kommission veröffentlichten eine Warnung, in der Eltern aufgerufen werden, die verdächtigen Spielwaren von ihren Kindern fernzuhalten und Kontakt mit Fisher-Price aufzunehmen. Mattel will seine Kunden außerdem durch Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen informieren und bietet einen kostenlosen Austausch des Artikels an. Nähere Informationen werden ab auf der Website www.mattel.de/service bekannt gegeben.

Schon öfter Probleme mit chinesischem Spielzeug

Die Rückrufaktion ist die größte für Fisher-Price und seine Muttergesellschaft Mattel seit 1998. Damals mussten zehn Millionen "Power Wheels" aus dem Verkehr gezogen werden. China geriet zuletzt immer wieder weger der mangelhaften Qualität und schlechter Produktionsbedingungen in die Kritik.

AP/DPA AP DPA

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