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Geldautomaten: Verbraucherschützer kritisieren hohe Gebühren

Ab dem 15. Januar wollen Banken den Kunden fremder Institute die Gebühren fürs Geldabheben direkt am Automaten anzeigen. Eine gute Regelung – doch Verbraucherschützer kritisieren, dass Sparkassen und Volksbanken weiterhin auf hohe Gebühren von bis zu fünf Euro bestehen.

Verbraucherschützer kritisieren die künftig weiterhin teils hohen Gebühren für das Abheben an fremden Geldautomaten. Die Gebühr von bis zu fünf Euro, die Sparkassen und Volksbanken vom 15. Januar an verlangen wollen, müssten auf etwa zwei Euro sinken, sagte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dem "Tagesspiegel". "Die Gebühren von 1,95 Euro, die die privaten Banken nehmen, müssen der Maßstab sein", forderte er. Die wirklichen Kosten lägen nur zwischen 30 und 70 Cent.

Sparkassen und Volksbanken verweisen hingegen auf die hohen Kosten ihrer großen Geldautomaten-Netze, die auch ländliche Gebiete versorgen.

Druck des Bundeskartellamts

Von kommendem Samstag an wollen Deutschlands Banken und Sparkassen den Kunden fremder Institute die Gebühren fürs Geldabheben direkt am Automaten anzeigen. Die Branche reagiert damit auf Druck des Bundeskartellamts. Bei Verbraucherschützern und Politikern war im Sommer massive Kritik an teils hohen Abhebegebühren entbrannt, weswegen die Wettbewerbshüter aktiv wurden.

Im Schnitt verlangen Banken von fremden Kunden nach Angaben der Frankfurter Finanzberatung FMH 5,64 Euro pro Abhebung. Zeitweise war auch eine Obergrenze für Abhebegebühren diskutiert worden. Das Bundeskartellamt lehnte dies jedoch ab, weil für die Branche sonst kaum Anreize bestanden hätten, diese Höchstgrenze zu unterschreiten.

be/AFP / AFP