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Nach 28 Kündigungen Goodgame-Chefs sollen Mitarbeiter einschüchtern


Ende November kündigte der Spieleentwickler Goodgame 28 Mitarbeitern, weil sie einen Betriebsrat gründen wollten. Die Drangsalierungen gehen laut einem Medienbericht weiter. Die Chefs tun angeblich alles, um weitere Mitarbeiter einzuschüchtern.

Der Spieleentwickler Goodgame kam vor Kurzem in die Schlagzeilen, weil 28 Mitarbeitern des Unternehmens gekündigt wurde, die für einen Betriebsrat geworben hatten. Nach großer öffentlicher Kritik hat Goodgame nun einer Betriebsversammlung zugestimmt, bei der ein Wahlvorstand bestimmt werden soll, berichtet die "Hamburger Morgenpost". Doch dem Bericht zufolge sehen die Gekündigten darin einen Trick. Denn die Versammlung soll erst am 19. Januar stattfinden - dann werden die 28 ehemaligen Mitarbeiter nicht mehr zum Betrieb gehören.

Goodgame habe den Termin bewusst hinaus gezögert, wird einer der Gekündigten zitiert. Deshalb hätten er und seine Mitstreiter Kündigungsschutzklage eingereicht. "Und wir versuchen, eine richterliche einstweilige Verfügung zu erwirken, um uns doch zur Wahl aufstellen zu lassen", zitiert das Blatt weiter.

"Angriff von außen"

Die anderen Mitarbeiter des Konzerns werden dem Bericht zufolge von den Chefs eingeschüchtert. Auf einer Versammlung sei die Belegschaft "eingeschworen" worden, nicht an der Wahl auf der Betriebsversammlung teilzunehmen. Die Geschäftsführung habe die die Vorgänge als "Angriff von außen" dargestellt.

Die Belegschaft sei "extrem eingeschüchtert", zitiert das Blatt den gefeuerten Mitarbeiter. "Ich habe viele Emails bekommen von Kollegen, die sagen: Wir sind auf eurer Seite, haben aber Angst, auch gekündigt zu werden." Weiter wird in dem Bericht ein Sprecher von Ver.di zitiert: "Wir erwarten, dass die Betriebsratswahl jetzt problemlos stattfinden kann und die Kündigungen zurückgenommen werden."

fin

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