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Grundsätzliche Einigung: General Electric und Kabelnetzbetreiber Comcast streben Gemeinschaftsunternehmen an

Der US-Mischkonzern General Electric hat sich mit Vivendi offenbar im Grundsatz auf den Rückkauf des 20-Prozent-Anteils seiner Tochter NBC Universal geeinigt.

Der US-Mischkonzern General Electric hat sich mit Vivendi offenbar im Grundsatz auf den Rückkauf des 20-Prozent-Anteils seiner Tochter NBC Universal geeinigt. Damit rückt die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von GE und dem Kabelnetzbetreiber Comcast näher, in das NBC Universal eingebracht werden soll. Der Vivendi-Anteil an NBC werde mit 5,8 Milliarden Dollar bewertet, sagte am Montagabend eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

Die grundsätzliche Einigung auf den Preis sei ein Ergebnis eines Treffens von GE-Chef Jeffrey Immelt und Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy in Paris in der vergangenen Woche, hieß es aus den Kreisen. Vivendi zählt den Anteil an NBC Universal nicht mehr zu seinem Kerngeschäft. Analysten begrüßten die Vereinbarung, durch die Vivendi frisches Geld für die vollständige Übernahme der Pay-TV-Tochter Canal Plus erhalte. Die Aktien legten am Dienstag in Paris 3,15 Prozent zu.

Die vollständige Übernahme von NBC durch GE ist Bedingung für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Comcast. Der Kabelnetzbetreiber soll dabei 51 Prozent der NBC-Anteile erhalten, der Rest verbleibt bei GE. Beide Seiten bewerten NBC mit 30 Milliarden Dollar - es wäre damit das größte Mediengeschäft in diesem Jahr. Nachdem nun die Bewertung des Vivendi-Anteils geklärt sei, könnte der Deal zwischen GE und Comcast möglicherweise in dieser Woche bekanntgegeben werden, hieß es aus Kreisen.

Comcast ist seit längerem daran interessiert, seine Präsenz im Mediengeschäft auszubauen. Viele Investoren drängen GE zudem darauf, seinen NBC-Anteil zu reduzieren. Zu NBC Universal gehören unter anderem Fernsehsender, Themenparks und ein Filmstudio. Die GE-Tochter NBC hatte erst 2003 die Unterhaltungssparte von Vivendi übernommen und daraus einen Medienriesen geformt.

Reuters / Reuters