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HANDEL: Wettbewerbszentrale will C&A Rabatte stoppen

Wettbewerbshüter wollen die 20-Prozent-Rabatt-Kampagne der Düsseldorfer Bekleidungskette C&A zur Euro-Umstellung notfalls mit gerichtlichen Schritten stoppen.

Wie Hans-Frieder Schönheit von der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« sagte, hält man diese Werbung für unzulässig und hat das Unternehmen zur Unterlassung aufgefordert. C&A hatte am Mittwoch in ganzseitigen Anzeigen damit geworben, dass man Kunden, die mit EC- oder Kreditkarten bezahlen, generell 20 Prozent Rabatt einräumt.

Sonderverkauf nur mit Auflage

Sollte C&A das Angebot nicht stoppen, wollen die Wettbewerbshüter am Donnerstag beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung beantragen. »Wenn man quer durchs ganze Sortiment Prozente gibt, stellt das einen so genannten Sonderverkauf dar. Der aber ist nur zu besonderen Anlässen erlaubt,« sagte Hans-Frieder Schönheit von der Wettbewerbszentrale.

C&A stellt sich stur

C&A kündigte jedoch an, die Kampagne weiterzuführen. »Die Einführung des Euro ist eine Sondersituation - wir behalten unser Angebot bei«, sagte Thorsten Rolfes von der Düsseldorfer C&A-Zentrale. »Wir wollen durch dieses Angebot Schlangen an den Kassen vermeiden und sicher sein, in den nächsten Tagen auf jeden Fall genug Wechselgeld zu haben.«