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Giftige Ausdünstungen?: Ikea-Möbel: Öko-Test stellt ein komplettes Kinderzimmer ins Prüflabor

Manche Billig-Möbel dünsten gefährliche Stoffe aus - gerade im Kinderzimmer keine gute Sache. Wie sieht es bei Ikea aus? Öko-Test hat ein komplettes Ikea-Kinderzimmer in die Prüfkammer gepackt.

Ikea

Kinderzimmer von Ikea (Symbolbild)

Picture Alliance

Ikea ist die bedeutendste Möbelkette in Deutschland. Rund fünf Milliarden Euro ließen die Kunden 2018 in den deutschen Einrichtungshäusern der Schweden. Eine beliebte Abteilung ist die für Kindermöbel. Aber erfüllen die Möbel für den Nachwuchs auch die strengen Schadstoffanforderungen, die man an Kinderprodukte stellt? Schließlich sind Ausdünstungen bei neuen Möbeln nichts Ungewöhnliches, im Kinderzimmer will man die aber eher nicht haben.

Die Zeitschrift Öko-Test wollte es genau wissen und hat kurzerhand eine komplette Ikea-Kinderzimmereinrichtung gekauft und im Prüflabor aufgebaut. Auf der Einkaufsliste der Tester standen eine Hochbettkombination mit Schreibtisch, ein Schrank, ein Hocker, ein Teppich, eine Faltmatratze zum Toben sowie die Matratze fürs Bett. Alle Produkte kamen in die Prüfkammer, wo gemessen wurde, welche und wie viele Stoffe in den ersten Tagen ausgasen.

Kaum schädliche Ausdünstungen

Das Ergebnis ist für Eltern beruhigend: Insgesamt dünstete die Einrichtung des Kinderzimmers relativ wenig aus. Obwohl Öko-Test strenge Richtwerte ansetzte, war die nach drei Tagen gemessene Raumluftqualität unterm Strich gut. Flüchtige organische Verbindungen (VOC), die typischerweise in Klebern und Beschichtungen stecken, gaben die Möbel kaum in die Raumluft ab. Auch bei Formaldehyd-Emissionen, die möglicherweise genetische Defekte verursachen können und als krebserregend gelten, konnten die Tester Entwarnung geben. Lediglich die Summe an ausgasenden CMR2-Stoffen, die ebenfalls Krebs erzeugen oder Gendefekte verursachen können, war in den ersten Tagen erhöht. Dafür gab es unterm Strich aber nur eine Note Abzug.

Öko-Test rät allen Eltern, ein neu eingerichtetes Kinderzimmer zunächst einige Tage gründlich durchzulüften, bevor das Kind sein Reich bezieht. Dabei sollten auch Türen und Schubladen der Möbel geöffnet werden. Eine Alternative zum Neukaufen sind gebrauchte Möbel: "Das ist gesünder und schont die Umwelt", schreibt Öko-Test.

Quelle: Den kompletten Öko-Test finden Sie kostenpflichtig hier 

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