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Insiderhandel: Ex-AMD-Chef unter Verdacht des Insiderhandels

Im bislang größten Fall von Insiderhandel bei Hedgefonds ist einem Zeitungsbericht zufolge ein früherer Chef des US-Chipherstellers AMD unter den Beschuldigten. Die Ermittler würfen Ex-AMD-Spitzenmann Hector Ruiz vor, er habe einer Managerin eines der beteiligten Fonds 2008 heikle Informationen über sein Unternehmen zugänglich gemacht, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag.

Im bislang größten Fall von Insiderhandel bei Hedgefonds ist einem Zeitungsbericht zufolge ein früherer Chef des US-Chipherstellers AMD unter den Beschuldigten. Die Ermittler würfen Ex-AMD-Spitzenmann Hector Ruiz vor, er habe einer Managerin eines der beteiligten Fonds 2008 heikle Informationen über sein Unternehmen zugänglich gemacht, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag.

Dabei sei es um eine seinerzeit aktuelle Umstrukturierung von AMD gegangen, hieß es unter Berufung auf einen mit der Angelegenheit vertrauten Informanten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt in dem Fall die Hedgefonds sowie mehrere hochrangige Manager großer Konzerne, sich über Jahre hinweg illegal Gewinne von mehr als 20 Millionen Dollar verschafft zu haben.

Im Zentrum des Skandals stehen der Milliardär Raj Rajaratnam und sein Fonds Galleon. AMD erklärte, die Situation nach dem Zeitungsbericht genau zu prüfen. Dem Unternehmen seien aber keine strafrechtlichen Vorwürfe gegen derzeitige oder frühere Mitarbeiter bekannt. Ruiz selbst reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme. Ein Sprecher des AMD-Joint-Ventures und Zulieferers Globalfoundries, dessen Chef er mittlerweile ist, gab an, das Unternehmen sei im Zusammenhang mit dem Fall nicht von Regierungsstellen angesprochen worden.

Reuters / Reuters
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