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Insolvente Warenhauskette: Hertie schließt letzte Filialen

Das Traditionswarenhaus Hertie hat am Samstag zum letzten Mal seine 20 verbliebenen Filialen geöffnet. Die Kunden können auf massive Rabatte bei dem Ausverkauf der restlichen Warenbestände hoffen.

In den vergangenen Tagen waren bereits 30 Häuser geschlossen worden, Rabatte von 50 bis 80 Prozent sollen die Lager leer räumen. Insgesamt 2600 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Ob sie eine Abfindung erhalten, soll am Ende des Insolvenzverfahrens im kommenden Jahr feststehen.

Für den traditionsreichen Namen Hertie kommt damit schon zum zweiten Mal das Aus: Zum ersten Mal war er nach der Übernahme durch Karstadt Mitte der 90er Jahre ausgelistet worden. Als Karstadt 2005 74 kleinere Häuser an den britischen Investor Dawnay Day verkaufte, wurde der Name Hertie wiederbelebt. Vor einem Jahr geriet die neue Hertie-Gesellschaft jedoch in die Insolvenz. Im Mai beschloss die Gläubigerversammlung die Schließung der Filialen, weil sie keine Chance auf eine Rettung gesehen sah.

Der Eigentümer der Immobilien, die Mercatoria Acquisitions (MABV) will die Gebäude nun an andere Interessenten wie Kaufland, C&A oder Saturn vermieten. Einige der Ladenlokale seien bereits verpachtet, hieß es. Bereits zum Weihnachtsgeschäft wollen neue Mieter an den Start gehen.

DPA / DPA
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