Insolvenzen Neue Regelung bewirkt Anstieg der Insolvenzen in Deutschland


Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Jahr 2000 wegen der höheren Zahl von Verbraucherinsolvenzen um knapp 25 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Jahr 2000 vor allem wegen der höheren Zahl von Verbraucherinsolvenzen um knapp 25 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes habe es etwa 41.500 Insolvenzfälle nach 33.500 Fällen 1999 gegeben, darunter 28.000 Unternehmens-Insolvenzen einschließlich Kleingewerbe, teilte das Amt am Freitag in Wiesbaden mit. Die Verbraucherinsolvenzen hätten sich mit einem Anteil von 23 Prozent an den Gesamtinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Dies führt das Amt darauf zurück, dass die 1999 eingeführte Insolvenzordnung im vergangenen Jahr stärker genutzt wurde. Die Regelung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschuldung von Privatpersonen binnen sieben Jahren.

Wegen der zunächst zeitaufwendigen außergerichtlichen Einigungsversuche hätten Privatpersonen von der Möglichkeit der Verbraucherinsolvenz 1999 erst wenig Gebrauch gemacht. »Das hat sich inzwischen geändert«, hieß es in der Mitteilung. Im Jahr 2000 stellten demnach Verbraucher 9500 Insolvenzanträge. Außerdem nutzten 2500 Kleingewerbetreibende die Verbraucherinsolvenz, das waren sechs Prozent aller Insolvenzen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker