Kreditkrise Bush plant 700-Milliarden-Rettung


Teure Notbremse: Die Regierung in Washington hat angekündigt, faule Kredite in Höhe von 700 Milliarden Dollar aufzukaufen. Mit dem beispiellosen Rettungspaket will US-Präsident George W. Bush der taumelnden Finanzbranche zu Hilfe eilen und den Kollaps weiterer Banken verhindern. Allerdings muss der Kongress dem Plan noch zustimmen.

Die US-Regierung hat den Kongress aufgefordert, 700 Milliarden Dollar zum Aufkauf fauler Kredite zu bewilligen. Das geht aus einer Gesetzesvorlage hervor, die das Finanzministerium in der Nacht zum Samstag dem Abgeordnetenhaus und dem Senat zuleitete. Das berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe.

US-Präsident George W. Bush bekräftigte am Samstag, dass das Rettungsprogramm für die angeschlagene Finanzbranche so rasch wie möglich verabschiedet werden müsse. Er betonte, dass der Plan trotz aller Risiken für die Steuerzahler "unerlässlich" sei.

Die amerikanische Regierung will der taumelnden Finanzbranche mit dem beispiellosen Rettungspaket zu Hilfe eilen. Unter dem massiven Einsatz von Steuergeldern sollen dabei die bedrängten Finanzinstitute von notleidenden Vermögenswerten befreit werden.

US-Finanzminister Henry Paulson hatte bereits am Freitag angekündigt, es gehe in diesem Zusammenhang um "Hunderte von Milliarden Dollar". Er wolle während des Wochenendes mit dem US-Kongress an entsprechenden Gesetzesvorlagen arbeiten. Die Entwürfe sollten bereits in der nächsten Woche verabschiedet werden.

DPA DPA

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