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Kupferkonzern profitiert von Konjunktur: Aurubis rechnet mit steigenden Gewinnen

Europas größter Kupferkonzern Aurubis rechnet nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Geschäftsbelebung. Die wieder anziehende Nachfrage werde sich positiv auf die Ertragslage auswirken, prognostizierte der Vorstand am Mittwoch in Hamburg.

Europas größter Kupferkonzern Aurubis rechnet nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Geschäftsbelebung. Die wieder anziehende Nachfrage werde sich positiv auf die Ertragslage auswirken, prognostizierte der Vorstand am Mittwoch in Hamburg. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 verbuchte der Konzern einen Gewinnrückgang um 78 Prozent und kappt die Dividende. Die Anteilseigner, darunter der Stahlkonzern Salzgitter, sollen 65 Cent Dividende je Anteilschein erhalten. Im Vorjahr waren noch 1,60 Euro je Aktie ausgeschüttet worden.

"Aus heutiger Sicht gehen wir insgesamt von einer sich stabilisierenden und verbesserten Ertragslage aus", teilte Aurubis mit. Der Konzern sieht sich nach der Übernahme des belgischen Rivalen Cumerio in Europa gut positioniert. Zu Expansionsplänen äußerte sich der Vorstand zunächst nicht. Aurubis-Chef Bernd Drouven hat in der Vergangenheit wiederholt Asien und Südamerika als Regionen für mögliche Zukäufe genannt. Für 2011 rechnet die frühere Norddeutsche Affinerie damit, dass die Kupfernachfrage wieder stark steigen wird.

Der Konzernüberschuss brach im vergangenen Geschäftsjahr auf 53 (Vorjahr: 237) Millionen Euro ein, lag damit aber über den Markterwartungen. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem etwa halb so hohen Gewinn gerechnet. Der Vorsteuergewinn verringerte sich um 79 Prozent auf 73 Millionen Euro. Der Umsatz sank um ein Fünftel auf 6,7 Milliarden Euro.

Aurubis profitierte von den gestiegenen Kupferpreisen und konnte so die negativen Bewertungseffekte zu Jahresbeginn mehr als wettmachen. Auch die starke Nachfrage aus China, die das schwache Interesse aus den westlichen Industrielängern teilsweise ausglich, kam dem Konzern zugute. Zu Jahresbeginn hatten massive Abschreibungen auf Kupfervorräte den Konzern noch tief in die roten Zahlen gerissen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters