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Lokführergewerkschaft: GDL dementiert Streikpause bis Donnerstag

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will sich nicht in die Karten schauen lassen und behält sich ausdrücklich neue Streiks ab Mittwoch vor. Immerhin: Weitere mögliche Arbeitsniederlegungen will die GDL rechtzeitig bekanntgeben.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat Berichte über eine Streikpause bis Donnerstag als Spekulation zurückgewiesen. "Wir können das nicht bestätigen. Es bleibt dabei, dass die Streiks nur bis Mitternacht am Dienstag ausgesetzt wurden. Was danach passiert, geben wir rechtzeitig bekannt", sagte ein GDL-Sprecher am Montag in Frankfurt. Bis Dienstag erwartet die Gewerkschaft ein neues Angebot der Arbeitgeber.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, die GDL plane bis Donnerstag keine weiteren Streiks im Bahnverkehr. Grund sei eine dreitägige Tagung des GDL-Hauptvorstands, die erst am Mittwochnachmittag ende. "Während dieser Zeit sind Streikaktionen quasi ausgeschlossen", zitiert das Blatt am Montag ein namentlich nicht genanntes GDL-Vorstandsmitglied. Auch am Donnerstag seien Arbeitsniederlegungen "eher wenig wahrscheinlich", heißt es weiter.

Am Wochenende hatte die GDL im Bahn-Tarifstreit mit einer massiven Streikwelle gedroht. Die GDL fordert von der Deutschen Bahn sowie deren sechs wichtigsten privaten Konkurrenten einen bundesweit gültigen Flächen-Tarifvertrag für die etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr. Ziele sind ein einheitliches Mindesteinkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie weitere einheitliche Regelungen.

mlr/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters