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Millionenpanne: KfW-Bank feuert Vorstände

Die staatliche KfW-Bank entlässt zwei ihrer Vorstandsmitglieder fristlos. Die Kündigungen erfolgen wegen der Überweisungspanne im Zusammenhang mit der insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers.

Die staatliche Förderbank KfW feuert zwei Vorstände wegen der Überweisungspanne im Zusammenhang mit der Lehman-Pleite. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, die beiden beurlaubten Vorstandsmitglieder Detlef Leinberger und Peter Fleischer mit sofortiger Wirkung zu entlassen, teilten das Bundesfinanz- und das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Die Kündigungen seien Folge entsprechender rechtlicher Überprüfungen der Lehman-Panne.

Die Staatsbank hatte am 15. September rund 320 Millionen Euro an Lehman Brothers überwiesen, obwohl zu diesem Zeitpunkt deren Kollaps praktisch feststand. Der Verwaltungsrat beurlaubte daraufhin die beiden Vorstandsmitglieder. Zudem wurde ein Bereichsleiter vom Vorstand suspendiert, der für das Risiko-Controlling in der Staatsbank zuständig ist. Ihnen war damit die Verantwortung für die Panne gegeben worden. Im Verwaltungsrat hatte es unterschiedliche Auffassungen über die Berechtigung von Kündigungen gegeben. Das Aufsichtsgremium unterstütze den Vorstand bei dem Ziel, "die KfW so schnell wie möglich wieder in ruhiges Fahrwasser zurückzubringen", erklärten die beiden Ministerien nun.

Ihre Beteiligung an der Krisenbank IKB hatte die KfW bereits in Turbulenzen gebracht. Nach massiven Fehlspekulationen musste die IKB mit Milliardensummen, großteils von der Großaktionärin KfW, gerettet werden. Ein Gutachten des Bundesrechnungshofes warf der KfW in diesem Zusammenhang Regelverstöße vor, monierte aber auch Mängel in den für die Förderbank zuständigen Ministerien für Finanzen und für Wirtschaft.

DPA / DPA