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Mutmaßlicher Betrüger: Finanzjongleur Homm aus italienischer Haft entlassen

In den USA droht Florian Homm eine Haft von 200 Jahren - wegen Aktienbetrugs. Bislang "schützte" ihn sein Aufenthalt in einem italienischen Gefängnis. Nun wurde der mutmaßliche Betrüger freigelassen.

Der mutmaßliche Anlagebetrüger Florian Homm ist in Italien überraschend freigelassen worden. Dies habe ein dortiges Gericht entschieden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Homm sei bereits am Dienstag frei gelassen worden. Zuvor habe sich der frühere Hedgefonds-Manager in Haft in Pisa befunden.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, Homm befinde sich bereits wieder in Deutschland. Dies habe sein italienischer Anwalt Mario Zanchetti der Zeitung bestätigt. Homm sei frei, da die maximal zulässige Dauer einer Auslieferungshaft in Italien überschritten worden sei.

Aktienwerte künstlich nach oben getrieben

Die USA hatten ein Auslieferungsersuchen an Italien gestellt. Der Manager, der unter anderem mit Investitionen beim Fußball-Club Borussia Dortmund bekannt wurde, soll nach Ermittlungen der US-Justiz Investoren um 200 Millionen Dollar gebracht haben, indem er den Wert von Aktien künstlich nach oben trieb und seine Bestände verkaufte. In den USA droht Homm eine Haftstrafe von mehr als 200 Jahren.

Homm war im März vergangenen Jahres in Florenz verhaftet worden. Zuvor war er fünf Jahre lang auf der Flucht gewesen. Das italienische Justizministerium hatte zunächst entschieden, dem Auslieferungsersuchen der USA stattzugeben. Ein Gericht aber hatte dies ausgesetzt.

nik/DPA / DPA
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