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EEG-Umlage auf Rekordniveau Kunden müssen wieder mehr für Strom bezahlen


Der Strompreis in Deutschland steigt wieder: Im kommenden Jahr erhöht sich die Ökostrom-Umlage. Mit dem Anstieg erreicht sie ihren bislang höchsten Stand.

Mit dem Anstieg der Ökostrom-Umlage auf Rekordniveau werden im kommenden Jahr 22,88 Milliarden Euro zur Förderung der erneuerbaren Energien auf Verbraucher und Firmen abgewälzt. Die EEG-Umlage erhöht sich für 2016 von derzeit 6,170 Cent auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Tennet, Amprion und TransnetBW am Donnerstag mitteilten. Das ist ein Anstieg um drei Prozent.

Von der Umlage entfallen rund 2,6 Cent pro Kilowattstunde auf Photovoltaik, etwa 1,7 Cent auf Biomasse sowie etwa 2,0 Cent auf die Windstromproduktion an Land und auf See. Die Folgen der höheren EEG-Umlage auf die Strompreise sind offen. Würden die Stromkonzerne die gefallenen Börsenstrompreise voll an ihre Kunden weitergeben, wären sogar sinkende Preise denkbar.

Ökostrom-Umlage macht Fünftel des Preises aus

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist geregelt, dass der Ausbau des Ökostroms vor allem über eine Abgabe der Stromkunden in Privathaushalten und Industrie zu finanzieren ist. Betreiber einer Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- oder Biogasanlage erhalten nach dem Anschluss ans Netz für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Marktprämie oder eine feste Vergütung garantiert.

Davon wird der für den Strom erzielte Preis abgezogen, der Rest wird über die sogenannte EEG-Umlage ausgeglichen. Sie macht derzeit etwa ein Fünftel des Strompreises für Haushaltskunden aus. Die vier deutschen Netzbetreiber legen die Umlagen-Höhe jeweils zum 15. Oktober aufgrund einer Prognose der Einnahmen und Ausgaben für das Folgejahr fest.

and DPA

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