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Nachhaltigkeit Sie wollen nachhaltig leben? Mit diesen Tipps machen Sie den Anfang

Nachhaltig leben mit den richtigen Utensilien
Nachhaltig leben kann im Grunde jeder - manchmal braucht es aber ein wenig Umgewöhnung
© Christin Klose / Picture Alliance
Nachhaltig zu leben ist gar nicht so schwer, wie viele denken. Es braucht oftmals nur ein wenig Umgewöhnung. Wir haben Tipps und Tricks, die sich im Alltag recht einfach umsetzen lassen. 

Dass Nachhaltigkeit ein großes und wichtiges Thema ist, ist vielen von uns klar. Aber was genau bedeutet es eigentlich, nachhaltig zu leben? Was kann man im Alltag tun? Nachhaltigkeit hat viele Facetten: Sie beinhaltet etwa, gegen die Luftverschmutzung anzugehen, weniger Plastikmüll zu produzieren, Lebensmittel nicht zu verschwenden oder auch die Artenvielfalt zu erhalten. Jeder kann nachhaltig leben und damit seinen ganz persönlichen Beitrag leisten, um Ressourcen zu schonen und die Natur zu erhalten.

Nachhaltig leben: Tipps für Küche und Haushalt

Gerade im Haushalt gibt es einige Dinge, die man beachten kann, um nachhaltig zu leben. Meist erfordert das zwar ein wenig Umstellung, allerdings leidet weder die Effektivität unter den Alternativen, noch erfordert es deutlich mehr Zeit, sich an die Tipps zu halten. Neben neuen Routinen ist es zudem hilfreich, sich nachhaltige Küchen-Gadgets zuzulegen – die machen einen guten Job und schonen Ressourcen. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Zudem können Sie etwa folgende Dinge beachten, wenn Sie nachhaltig leben möchten: 

Waschmaschine und Geschirrspüler

Waschmaschinen und Geschirrspüler verbrauchen in der Regel recht viel Energie und Wasser – ja nach Modell. Daher ist es sinnvoll, sie auch wirklich voll zu machen, damit sich der Wasser- und Energieverbrauch auszahlt. Beim Wäschewaschen gilt zudem: lieber bei niedrigen Temperaturen waschen und die Kleidung danach an der Luft trocknen lassen. Außerdem lohnt sich bei Waschmaschinen ein Wasch-Ei, das man für bis zu 100 oder manchmal auch 200 Wäschen nutzen kann. Das spart nicht nur Müll ein, sondern am Ende auch Geld. 

Strom

Kohle- oder Atomstrom ist für die Umwelt schädlich. Die bessere und klimafreundlichere Alternative ist Ökostrom aus regenerativen Energien wie Wind, Sonne oder Wasser. Informieren Sie sich einmal und wechseln Sie den Anbieter. Meist macht das auch aus finanzieller Sicht keinen großen Unterschied. In der Regel ist es sogar günstiger. 

Haushaltsmittel statt chemischem Putzmittel

Die meisten Putzmittel aus dem Supermarkt kommen in einer Plastikverpackung daher und sind ziemlich schnell aufgebraucht. Aufs Jahr gerechnet, entstehen riesige Berge an Plastikmüll. Das muss aber nicht sein. Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist eine echte Geheimwaffe im Haushalt – und kommt meist im Papierbeutel daher. Es kann zum Beispiel als Backofenreiniger, als Badezusatz oder auch als Rohrreiniger fungieren.

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Dinge selbst machen

Oft ist die selbstgemachte Variante besser als die fertiggekaufte. Viele Putzmittel kann man selbst machen und spart damit unnötigen Müll ein. Meist sind die Hausmittel auch nicht weniger effektiv. Auch kleinere Möbel wie Hocker oder Beistelltische kann man prima aus Dingen bauen, die man nicht mehr braucht. Werden Sie kreativ und schonen damit Ressourcen. Selbstgemachte Möbel sind doch auch viel individueller als 08/15-Stücke aus dem Handel. Und stolz ist man auch noch drauf.

Energie beim Kochen sparen

Wer Wasser im Topf zum Kochen bringt, verbraucht weniger Energie, wenn man den Deckel draufsetzt. Geringere Wassermengen kann man am besten im Wasserkocher kochen, größere Wassermengen im Kochtopf – und dann am besten mit Deckel. Und noch ein Tipp: Übrig gebliebenes Essen, das man am nächsten Tag noch essen möchte, sollte man unbedingt einmal abkühlen lassen, bevor man es in den Kühlschrank stellt. Sonst verbraucht der Kühlschrank mehr Energie, um sich zurück auf die übliche Temperatur zu bringen.

Backofen

Den Backofen lange vorzuheizen, verbraucht Energie. Wenn es geht, verzichten Sie also darauf. Nutzen Sie außerdem kein klassisches Backpapier. Das muss nämlich im Reststoff entsorgt werden, da es mit Teflon beschichtet ist. Besser ist nachhaltiger Backpapier-Ersatz. Es gibt auch wiederverwendbares Backpapier, das man sogar in den Geschirrspüler geben kann. 

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Haushaltshelfer wiederverwenden

Wer nachhaltig leben möchte, kann sich zum Beispiel auch von Papiertüchern in der Küche verabschieden. Diese lassen sich prima durch waschbare Stofftücher ersetzen. Mittlerweile gibt es sogar waschbare Küchenrollen. Auch wiederverwendbare Strohhalme sind natürlich sinnvoll. Wer gern Filterkaffee trinkt, kann am besten Edelstahl-Kaffeefilter nutzen, um den Müll von Papier-Einmalfiltern zu vermeiden. Und: Kapselkaffee ist natürlich auch keine gute Variante, wenn man nachhaltig leben möchte. Wenn man ihn unbedingt nutzen möchte, dann am besten mit wiederverwendbaren Kapseln, die man selbst befüllt.

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Nachhaltig leben: Tipps fürs Badezimmer

Gerade im Bad können viele noch nachhaltiger leben. Denn dort kommen oft Einweg-Produkte zum Einsatz, die große Mengen an Müll entstehen lassen. Dabei gibt es viele tolle nachhaltige Basics fürs Badezimmer, die man nutzen kann. Und auch diese Tipps kann man gut im Alltag umsetzen:

Duschen statt baden

Wasser und vor allem viel Energie spart man ein, wenn man duscht statt zu baden. Und auch das Wasser beim Einseifen oder Shampoonieren nicht laufen lässt. Außerdem ist es sinnvoll, kalt zu duschen, wenn man nachhaltig leben möchte. Das hat darüber hinaus den Vorteil, dass Sie Ihre Abwehrkräfte stärken.

Hygieneartikel selber machen

Wie auch in Küche und Haushalt lohnt es sich auch im Bad, Dinge selbst zu machen. Natürliche Zahnpasta ohne Mikroplastik und ohne Kunststoffverpackung kann man etwa selbst herstellen. Aber auch Zahnputztabletten sind eine gute Alternative, die man im Glas oder in Papier im Unverpackt-Laden oder im Internet kaufen kann. Auch Peelings kann man prima selbst machen, etwa aus Kaffeesatz, Zucker und Öl – und kann es dann dekorativ im Glas in Szene setzen.

Shampoo und Duschgel im Stück

Shampoo und Duschgel sorgen aufs Jahr hochgerechnet für ziemlich viel unnötigen Verpackungsmüll. Pflanzliche Stückseife ist die nachhaltigere Alternative. Man kann Haarseife und Co. prima in einem Netz aufbewahren oder in einer Metalldose.

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Wattepads wiederverwenden

Wenn Sie im Badezimmer auf Einwegprodukte verzichten, leben Sie schon nachhaltiger und produzieren weniger Müll. Wiederverwendbare und waschbare Wattepads sind zum Beispiel eine tolle Alternative. Sie sind wirkungsvoll und man kann sie immer wieder nutzen. Am besten haben Sie ein paar im Schrank, die Sie gesammelt waschen können.

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Nachhaltig leben: Tipps fürs Einkaufen

Gerade beim Einkaufen gibt es oft noch viel Potenzial, um den eigenen Alltag nachhaltiger zu machen. Denn man kann einiges an Müll einsparen und unnötige Käufe vermeiden. Außerdem helfen diese Tipps, wenn man nachhaltig leben möchte:

Stoffbeutel oder Rucksack mitnehmen

Wer weiß, dass er sich auf den Weg zum Einkaufen macht, sollte immer einen wiederverwendbaren und waschbaren Jutebeutel oder einen Rucksack dabei haben. Damit spart man unnötige Tütenkäufe und somit Müll ein.

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Wiederverwendbares Obst- und Gemüsenetz

Wenn man weiß, dass auch Gemüse und Obst benötigt wird, sollte man ein wiederverwendbares Netz dafür einpacken, um auf die Plastiktüten im Supermarkt zu verzichten. Die sorgen nämlich für vermeidbaren Müll. 

Glas statt Plastik

Wer nachhaltig leben möchte, sollte beim Einkaufen darauf achten, so wenig Müll wie möglich zu verursachen. In vielen Supermärkten gibt es Lebensmittel in Pfandgläsern, die man nach der Benutzung zurückbringen kann. Noch besser sind Unverpackt-Läden, bei denen es gar keine in Plastik eingewickelte Lebensmittel zu kaufen gibt. Dort kann man mit Gläsern und Behältern bewaffnet einkaufen und sich lose Lebensmittel nach Bedarf einpacken. 

Mikroplastik und Palmöl vermeiden

Mikroplastik im Meer ist eines der größten Umweltprobleme. Tatsächlich hat nicht nur die Zersetzung großer Plastikteile damit zu tun, sondern auch unsere Kosmetikprodukte im Badezimmer tragen ihren Teil dazu bei. Für Palmöl wird dagegen Regenwald zerstört. Wenn Sie nachhaltig leben möchten, sollten Sie beim Einkaufen Produkte kaufen, die weder Mikroplastik im Meer verursachen können noch Palmöl enthalten. Apps wie "CodeCheck" können dabei helfen. Damit scannt man Produkte und bekommt angezeigt, ob sie bedenkliche Stoffe enthalten.

Passend zum Bedarf einkaufen

Möchten Sie nachhaltig leben, sollten Sie natürlich auch der weit verbreiteten Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Um Ihren Beitrag dazu zu leisten, sollten Sie einen genauen Plan mit den Dingen, die Sie wirklich benötigen, machen. Dazu sollte man immer schauen, welche schnell verderblichen Lebensmitteln man zu Hause hat und was man wirklich zum Kochen und Leben benötigt. Wenn möglich, immer Lebensmittel, die man am Ende doch nicht benötigt, einfrieren oder anderweitig noch verwerten. 

Weitere Tipps, um nachhaltig zu leben

  • Wenn es die Möglichkeit gibt, lieber recycelte Produkte kaufen: egal ob Druckpapier, Klopapier oder auch Mode aus recycelten Materialien.
  • Apropos Mode: Hier lohnt es sich, minimalistischer zu denken und sich nach dem Prinzip der Capsule Wardrobe zu richten, wenn man nachhaltig leben möchte. Reduziert man den eigenen Konsum, schont man Ressourcen. Beim Kauf von Kleidung kann man entweder zu Secondhand-Teilen greifen oder hochwertige, am besten fair produzierte Stücke kaufen, die man lange tragen kann.
  • Nachhaltigkeit gibt es auch in Bereichen, in denen man es gar nicht erwartet: Man kann sich zum Beispiel "grün" versichern oder zu einer Bank wechseln, der Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Auch das trägt dazu bei, nachhaltig zu leben. 
  • Außerdem immer lieber das Fahrrad nehmen, als mit dem Auto zu fahren. Oder in die Bahn steigen. 
  • Blumenwiese statt Rasen mähen: Wer den Rasen auch mal wachsen und die Natur einfach machen lässt, fördert die Artenvielfalt. Wo mehr Insekten sind, sind auch mehr Vögel.
  • Bauen Sie Lebensmittel selbst an: Nicht nur, wer einen Garten hat, kann Lebensmittel anbauen. Tomaten pflanzen – das funktioniert auch auf dem Balkon. Auch Paprika, Gurken und Kräuter schmecken aus dem eigenen Anbau besser als vom Discounter. Zudem kann man stolz darauf sein und insektenfreundlich ist es obendrein. 

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maf

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