Streit ums bayrische Nationalgetränk Es geht um die Millionen: Warum Paulaners Spezi so nicht mehr heißen soll

Spezi Original (links) oder Paulaner Spezi: In Bayern ist die Limonade ein Nationalgetränk und eine Glaubensfrage
Spezi Original (links) oder Paulaner Spezi: In Bayern ist die Limonade ein Nationalgetränk und eine Glaubensfrage
© IMAGO /Sven Simon
Die Augsburger Brauerei Riegele hat die Spezi entwickelt, das ist unstrittig. Doch auch der Großkonzern Paulaner verkauft seit fast 50 Jahren Spezi. Möglich macht das ein alter Vertrag zwischen beiden, der nun aber gekündigt wurde.

Wenn Sebastian Priller-Riegele auf die Flasche vor sich schaut, schüttelt er nur den Kopf. "Das ist doch nicht fair", wiederholt er mehrfach. Dort, auf der Flasche, steht ein Wort: "Spezi" – eingerahmt von zwei Orangenhälften. Priller-Riegele ist Seniorchef der Augsburger Traditionsbrauerei Riegele – dem Erfinder der "Spezi", eigentlich des gesamten Spezi-Kults, wie er sagt. Riegele halte auch die Markenrechte. Jetzt stehe er als Unternehmer aber unter Druck. Und damit meint Priller-Riegele weder Corona noch die Inflation. Das Problem liegt eine Autostunde südöstlich von Augsburg. Am feinen Münchener Kapuzinerplatz, beim Brauerei-Schwergewicht Paulaner.


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