PENNY STOCKS Nasdaq denkt über Regeländerung bei Delistings nach


Auch an der amerikanischen Technologiebörse wird nach Lösungen für den Umgang mit den so genannten Penny-Stocks gesucht.

Die US-Technologiebörse Nasdaq denkt nach Aussagen informierter Kreise über eine Veränderung der Regularien für Unternehmen nach, deren Aktien für längere Zeit unter der Ein-Dollar-Marke notieren und deswegen bislang von der Börse verbannt wurden. Ein Vertreter der Nasdaq hat angeblich gesagt, dass die Delisting-Regeln überdacht werden, teilte ein vom Ausschluss bedrohtes Technologieunternehmen mit. Einem weiteren Unternehmen, dessen Aktienkurs sich bereits seit 30 Tagen unter dem Niveau von einem Dollar bewegt, sollen Mitarbeiter der Nasdaq zu verstehen gegeben haben, dass die Delisting-Regelung trotzdem nicht durchgesetzt würden, hieß es aus den Unternehmenskreisen. Ein Nasdaq-Sprecher sagte dazu, dass »diese Dinge genau untersucht« werden, es aber zu früh für eine Stellungnahme ist.

Vier Monate Zeit

Die Delisting-Regelung sieht vor, dass Unternehmen, deren Aktienkurs 30 Tage lang in Folge unter einem Dollar notiert, eine schriftliche Aufforderung von der Nasdaq erhalten, die Notierung auf Vordermann zu bringen. Danach muss der Kurs innerhalb der nächsten 90 Tage für zehn aufeinander folgende Tage über der Ein-Dollar-Grenze schließen. Gelingt dies dem Unternehmen nicht, erhält es eine Benachrichtigung über die Einstellung der Notierung, gegen die noch Einspruch eingelegt werden kann.

Derzeit gibt es 669 Nasdaq-Unternehmen, deren Aktienkurs unter einem Dollar notiert. In diesem Jahr wurde bei einer Reihe von Unternehmen wegen der starken Einbußen der Märkte die Börsennotierung eingestellt.


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