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Prozess: Kein Rosenkrieg bei Birkenstocks

Birkenstock gegen Beautystep: Es hätte eine üble Schlammschlacht im Reich der Gesundheitslatschen werden können. Jetzt schlossen die beteiligten Parteien einen Vergleich - und Susanne Birkenstock darf weiter auf Sandalen setzen.

Im juristischen "Rosenkrieg" des Birkenstock-Clans um den Markennamen hat es vor dem Kölner Landgericht überraschend eine Einigung gegeben. Der Rechtsstreit wurde am Donnerstag mit Verzichtserklärungen beigelegt. Christian Birkenstock als Geschäftsführer der gleichnamigen Schuhfirma hatte seiner von ihm getrennt lebenden Frau Susanne Birkenstock vorgeworfen, gegen Markenrechte zu verstoßen. Der Grund: Die 33-Jährige hatte nach der Trennung eine eigene Firma gegründet und vertreibt seit 2003 unabhängig vom Stammunternehmen Sandalen.

Nach der Zeit als "Nur-Ehefrau" besann sich Susanne Birkenstock auf ihre unternehmerischen Qualitäten - und startete unter dem Produktnamen "S/Beautystep" ihre eigene Linie für Gesundheitslatschen. Durchaus hilfreich bei der Vermarktung waren ihr dabei der Name Birkenstock und der Status als Schuhexpertin. Dies stieß den beiden Birkenstock-Brüder sauer auf, sie sahen darin eine klare Verletzung des Markenrechts. Bereits im letzten Herbst wollten sie verhindern, dass Susanne Birkenstock mit dem gemeinsamen Namen für die Gesundheitssandalen wirbt, doch im Dezember vergangenen Jahres war ein Vergleichsvorschlag gescheitert.

Keine Werbung mehr mit "Birkenstock"

Überraschend kam es jetzt zur Einigung: Susanne Birkenstock verpflichtete sich nun, beim Verkauf, bei der Werbung und beim Anbieten von Schuhen ein Markenlogo mit dem Inhalt Birkenstock oder Susanne Birkenstock künftig nicht zu verwenden. Auch wird sie ihre Internetseiten in Zukunft nicht für die Werbung von Schuhen verwenden. Bei Werbespots wird Susanne Birkenstock zudem den Slogan "Dafür stehe ich mit meinem Namen" nicht mehr senden. Im Gegenzug verzichtet das Stammunternehmen Birkenstock auf Schadenersatz.

DPA / DPA
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