Puppen-Jubiläum Trauriger Geburtstag für Barbie


Die legendäre Plastikpuppe wird 50 Jahre alt. Grund zum Feiern hat der Hersteller Mattel im Jubiläumsjahr dennoch nicht: Der Absatz der Barbie-Puppe ist zuletzt dramatisch eingebrochen.

Mit fünf Models im Original-Outfit der Jahre 1959 bis 1986 feiert Mattel auf der Nürnberger Spielwarenmesse den 50. Geburtstag der wohl berühmtesten Blondine der Welt: Der Barbie-Puppe. Und natürlich gibt es zur Feier des Tages auch eine Jubiläums-Barbie zu Bestaunen. Mit raffinierter Hochsteckfrisur kommt die 50-Jährige in ihrem schwarzen und vom Designer Philipp Plein entworfenen, bodenlangen Abendkleid schon deutlich reifer als ihre Vorgängerinnen daher. Von Altersmüdigkeit zeigt sie aber noch immer keine Spur: Gleich nach Nürnberg geht die Geburtstagsfeier auf einer eigenen "Fashion-Show" in New York weiter. Wer da nicht mitfeiern kann, dem bleibt als Trost die Möglichkeit, sich für 1.000 Euro eine der auf 500 Stück begrenzten Jubiläums-Barbies zu kaufen.

Das sollte dann auch dem leidenden Barbie-Mutterhaus helfen: Die rapide abnehmende Beliebtheit von "Barbie" und die Verängstigung der Verbraucher in der Wirtschaftskrise haben am Jahresende bei Mattel den Gewinn fast halbiert. Der weltgrößte Spielzeughersteller verbuchte im Weihnachtsgeschäft bei den weltbekannten Puppen einen Absatzeinbruch von 21 Prozent - und das kurz vor der im kommenden Monat geplanten Werbekampagne zum 50. Geburtstag der "Barbie".

Zuletzt verdiente Mattel im vergangenen Vierteljahr netto 176 Millionen Dollar - vor einem Jahr waren es noch knapp 329 Millionen Dollar. Branchenexperten zeigten sich besorgt darüber, dass die Lagerbestände bei Mattel am Jahresende kräftig zulegten - offenbar unterschätzte der Konzern die Folgen der Rezession und verkaufte viel weniger als erhofft.

DPA DPA

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