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Rubel im Sturzflug: Russische Notenbank erhöht Leitzins auf 17 Prozent

Seit Tagen verliert der Rubel im Vergleich zu anderen Währungen drastisch. Mit aller Macht stemmt sich die Russlands Notenbank gegen den Verfall. Für russische Kreditnehmer wird das teuer.

Erst seit Herbst kann der Rubel frei von Regulierungen gehandelt werden

Erst seit Herbst kann der Rubel frei von Regulierungen gehandelt werden

Die russische Notenbank stemmt sich mit einer drastischen Leitzinserhöhung gegen die steigende Inflation im Land und den anhaltenden Rubelverfall. Die Zentralbank hob ihren Leitzins am Montag um 6,5 Prozentpunkte auf 17 Prozent an. Auch die Versorgung der Banken mit Dollar-Liquidität durch entsprechende Geschäfte werde ausgeweitet, hieß es auf der Internetseite der Notenbank.

Die Notenbank hatte den Leitzins erst am Donnerstag um einen Prozentpunkt auf 10,5 Prozent angehoben. Doch auch dieser Stützungsversuch verpuffte. Der Rubel setzte seine Talfahrt zu Wochenbeginn fort. Im späten Handel am Montag sackte der Wechselkurs der Währung an der Moskauer Börse auf 76 Rubel für 1 Euro ab. Kurz danach verbesserte er sich wieder leicht auf 74,6 Rubel für 1 Euro. Analysten führten dies auf neue Interventionen der Zentralbank zurück. Höhere Zinsen machen die Währung grundsätzlich attraktiver.

Seit Jahresbeginn hat die russische Währung mehr als 50 Prozent ihres Wertes verloren. Beobachter führen dies teils auf Spekulationsgeschäfte zurück, aber auch auf die Sanktionen des Westens gegen Russland im Ukraine-Konflikt und den niedrigen Ölpreis.

Russland hatte im Herbst die seit Jahren übliche Rubel-Regulierung beendet, um seine Währung dem freien Markt zu überlassen. Am 1. Dezember intervenierte die Notenbank zum ersten Mal wieder an der Devisenbörse. Bis zum 11. Dezember gab sie für die Stützung des Kurses insgesamt 5,980 Milliarden US-Dollar (4,812 Mrd Euro) aus. Russland hat mit etwa 420 Milliarden Dollar die weltweit drittgrößten Währungsreserven.

ono/DPA / DPA
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