HOME

Starbucks: Gewehre und Pistolen sollen draußen bleiben

In den USA ist es in einigen Staaten erlaubt, öffentlich Schusswaffen zu tragen. Howard Schultz, Chef der Kaffeehaus-Kette Starbucks, äußert einen klaren Wunsch: Lasst eure Waffen zu Hause.

Die Kaffehaus-Kette Starbucks will in seinen US-Läden keine Waffen mehr sehen. Er bitte die Kunden "in aller Höflichkeit, Waffen nicht länger in die Läden oder den Außensitzbereich mitzubringen", schrieb Firmenchef Howard Schultz am späten Dienstag im Firmenblog. "Die Anwesenheit von Waffen in unseren Läden ist für viele unserer Kunden beunruhigend und verstörend." Ausgenommen seien Ordnungshüter.

Die Äußerung steht auch im Zusammenhang mit dem Streit in Amerika zwischen Befürwortern eines schärferen Waffenrechts und deren Gegnern. Von den Befürwortern war das Unternehmen kritisiert worden, weil Kunden ihre Schusswaffen in die Geschäfte bringen dürfen, solange die Gesetze in dem jeweiligen Bundesstaat das Tragen von Gewehren oder Pistolen in der Öffentlichkeit erlauben. Nach Protestaktionen in mehreren Starbucks-Filialen bemüht sich die Firmenleitung nun um Schadensbegrenzung.

Starbucks habe sich nur nach den jeweiligen lokalen Gesetzen gerichtet, rechtfertigte sich Schultz. "Wir hatten diesen Ansatz gewählt, weil wir unsere Partner nicht in die unangenehme Lage bringen wollten, dass sie Kunden auffordern müssen, ihre Waffen abzulegen oder den Laden zu verlassen."

Die Kunden sollten bei Starbucks eine "sichere und angenehme Auszeit von den Sorgen des täglichen Lebens" genießen, schrieb Schultz. Er stellte allerdings klar: "Das ist eine Bitte und kein Verbot." Denn bei einem Verbot müssten die Mitarbeiter möglicherweise "bewaffneten Kunden" die Stirn bieten. "Und das ist eine Lage, in die ich unsere Leute nur ungerne bringen möchte."

amt/anb/AFP/DPA / DPA