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Stellenstreichungen: Finanzkrise erreicht Dubai

Jüngst erst noch hatte das Emirat Dubai mit gigantischem Aufwand das neue Hotel "Palm Jumeirah" gefeiert, jetzt kommt der Katzenjammer. Denn die weltweite Wirtschaftsflaute erreicht auch das Millionen-Emirat. Das erste Staatsunternehmen entlässt Mitarbeiter.

Die Baufirma der künstlichen Palmeninsel in Dubai hat wegen des nachlassenden Immobilienbooms 500 Stellen gestrichen. Die kurzfristigen Geschäftspläne müssten an das momentane globale Umfeld angepasst werden, teilte der staatseigene Konzern Nakheel am Sonntag mit. Nakheel ist mit der Umsetzung einer Reihe von Großprojekten in den Vereinigten Arabischen Emiraten beauftragt, zu denen auch die selbst aus dem Weltall zu sehende künstliche Insel in Palmenform gehört.

Vor einer Woche hatte die Regierung des Emirats erklärt, die Investitionen in Großbauten zurückzufahren und damit der schwindenden Nachfrage nach Luxusimmobilien infolge der Finanzkrise Rechnung zu tragen. 80 Prozent der Arbeiter in Dubai kommen aus dem Ausland, oftmals aus armen Regionen Afrikas und Asiens. Die Entlassungen dürften Experten zufolge viele von ihnen dazu zwingen, in ihre Heimatländer zurückzukehren.

DPA / DPA