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Stockender Welthandel: WTO befürchtet Rekordeinbruch

Düstere Prognose: Als Folge der Finanzkrise befürchtet die Welthandelsorganisation WTO den schwersten Einbruch des globalen Handels seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Handelsvolumen werde 2009 um neun Prozent zurückgehen.

Der weltweite Einbruch beim Handel wird nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bei neun Prozent im Vergleich zu 2008 liegen. Der durch die Wirtschaftskrise ausgelöste Einbruch sei der größte seit dem Zweiten Weltkrieg, teilte die WTO am Montagabend in Genf mit. Allein die Exporte der Industriestaaten dürften um zehn Prozent fallen, wogegen die Entwicklungs- und Schwellenländer nur einen Einbruch um zwei bis drei Prozent verzeichnen dürften. WTO-Generaldirektor Pascal Lamy warnte davor, den Handel über protektionistische Maßnahmen weiter einzuschränken.

Insgesamt werde weltweit die Produktion erstmals seit den 30er Jahren sinken, erklärte die WTO. Die Organisation ist deutlich pessimistischer als etwa der Internationale Währungsfonds (IWF), der einen Rückgang von knapp drei Prozent erwartet. 2008 hatte der Handel noch einen Zuwachs um 15 Prozent verzeichnet, wobei Deutschland und China fast Kopf an Kopf bei den Exporthöchstmarken lagen.

DPA / DPA
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