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Unfallursache steht fest: Tödlicher Unfall mit Müllwagen - Fahrer wird angeklagt

Als Ursache für einen tödlichen Müllwagenunfall im August wird technisches Versagen ausgeschlossen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft trägt der Fahrer die Verantwortung für das Unglück. Er soll nun vor Gericht gestellt werden. 

Nachdem der Müllwagen wieder aufgerichtet wurde,. bot sich den Helfern ein Bild des Grauens

Ein Bild von der Unfallstelle im August: Nachdem der Müllwagen wieder aufgerichtet wurde, bot sich den Helfern ein Bild des Grauens

Etwas mehr als drei Monate nach dem Müllwagen-Unfall mit fünf Toten im baden-württembergischen Nagold wurde Anklage gegen den Fahrer erhoben. Dem 54-Jährigen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, teilte die Staatsanwalschaft in Tübingen mit.

Das etwa 20 Tonnen schwere Müllfahrzeug war am 11. August beim Abbiegen auf das Auto einer fünfköpfigen Familie gekracht. Bei dem Unfall starben die 25 Jahre alte Fahrerin, ihr 22-jähriger Freund, die zweijährige Tochter und der nur wenige Wochen alte Sohn sowie die 17 Jahre alte Schwester der Fahrerin. Fahrer und Beifahrer des Lastwagens wurden leicht verletzt.

Technisches Versagen am Müllwagen ausgeschlossen

Der Fahrer des Müllwagens sei zu schnell in eine Kurve gefahren, hieß es. Wäre er beim zulässigen Tempo 30 abgebogen, hätte die Katastrophe verhindert werden können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Angeklagte soll zu spät erkannt haben, dass er zu schnell in die Kurve fuhr. Sein Fahrzeug sei "vorhersehbar und vermeidbar außer Kontrolle" geraten. Ein technisches Versagen schließt die Staatsanwaltschaft aus.

Die Ursache des Unfalls war lange unklar. Der Angeklagte hatte im Laufe des Ermittlungsverfahrens angebliche technische Mängel an seinem Fahrzeug ins Gespräch gebracht. Ein Sachverständiger untersuchte den Unfallwagen. Das Ergebnis: einwandfreie Bremsen und auch sonst keine Mängel am Fahrzeug, teilte die Behörde mit. Den Verdacht, der Fahrer könne betrunken gewesen sein, konnten die Ermittler nicht bestätigen.

Dem Angeklagten droht laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, mindestens aber eine Geldstrafe. Das Landgericht muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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rös / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.