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Trotz Wirtschaftskrise: Wall Street zahlt Milliarden-Prämien

Champagner-Stimmung an der Wall Street: Trotz Wirtschaftskrise erhalten die New Yorker Bankbeschäftigten mehr als 18 Milliarden Dollar Bonus für das vergangene Jahr. Das ist die sechsthöchste Summe aller Zeiten. In den Topetagen gehen die Prämien oft in die Millionen.

Die Wall Street hat 2008 trotz Wirtschaftskrise mehr als 18 Milliarden Dollar Jahresprämien an die 170.000 New Yorker Beschäftigten der Branche ausgezahlt. Im Schnitt erhielt jeder Banker somit mehr als 100.000 Dollar Bonus. Allerdings macht die Jahresprämie bei vielen Bank-Beschäftigten einen Großteil ihres Jahresgehalts aus. Nach Angaben des staatlichen Rechnungsprüfers ist es die sechsthöchste Summe aller Zeiten.

Der Bonuspool sank allerdings zum Vorjahr um 44 Prozent. Der Rückgang ist in absoluten Zahlen der stärkste der Geschichte und auch prozentual so deutlich wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht. Dem Bundesstaat New York und der Stadt selbst entgehen dadurch Steuern von zusammen fast 1,3 Milliarden Dollar, teilte der Rechnungsprüfer des Staates New York mit.

Die Zahl der an der Wall Street Beschäftigten war wegen der Finanzkrise binnen eines Jahres um rund zehn Prozent gesunken. Etwa 20.000 in der New Yorker Finanzbranche Beschäftigte verloren ihren Job. In den Topetagen und bei besonders erfolgreichen Brokern gehen die Prämien selbst in der Krise oft noch in die Millionen. Angesichts von Milliardenverlusten musste allerdings auch eine ganze Reihe von Konzernchefs und Bank-Manager auf ihre Sonderzahlungen für 2008 verzichten.

In Deutschland entschieden sich im vergangenen Jahr etwa Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und seine Vorstandskollegen unter Hinweis auf die Finanzkrise gegen ihre Bonuszahlungen von mehreren Millionen Euro.

DPA / DPA
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