Übernahme-Poker Startschuss für Postbank-Verkauf


Die Deutsche Post hat sich erstmals seit Wochen zu den Gesprächen über einen möglichen Verkauf der Postbank geäußert. Gerüchte über einen bevorstehenden Verkaufsstart für den Verkauf der Tochter hatten zuvor den Aktienkurs des in die Höhe schnellen lassen.

Die Deutsche Post hat zum Verkauf ihrer Tochter Postbank intensive Gespräche mit Interessenten eingeleitet. Das teilte die Post in Bonn mit. Um welche und wie viele Interessenten es sich handelt, erklärte die Post nicht. Damit hat die Post als Mehrheitseigner offiziell das Signal für das Rennen um die Postbank gegeben.

Die Gespräche würden nur mit "ernsthaften Interessenten" geführt, erläuterte Konzernsprecher Manfred Harnischfeger der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es werde auch keine allgemeine Öffnung der Bücher geben, sondern nur "ausgewählte individuelle Gespräche".

Mit dem Schritt sei eine Vorentscheidung "bei den verschiedenen Optionen" zur Zukunft der Postbank noch nicht getroffen, hieß es in der Post-Erklärung. Das Verfahren sei "ergebnisoffen".

Die Postbank ist gemessen nach Kundenzahl (14,4 Millionen) die größte deutsche Privatbank. Über einen Verkauf und mögliche Bieter wird seit Monaten spekuliert.

Spekulationen um den Verkauf der Postbank haben die Bankentitel an den Börsen beflügelt. Der Deutsche Aktienindex DAX schloss deutlich fester, zumal aus den USA positive Signale die gute Stimmung verstärkten. Der DAX legte um 1,25 Prozent auf 6.617,84 Punkte zu. Gewinner im DAX waren Continental mit fast 9 Prozent, Postbank mit fast 7 Prozent, Commerzbank und Telekom mit rund 3 Prozent sowie Deutsche Bank mit um die 2,5 Prozent.

DPA/AP/Reuters AP DPA Reuters

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