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Bis zu fünf Tage: Bei diesem Start-up bekommen Mitarbeiter Extra-Urlaub – unter einer Bedingung

Das Kölner Unternehmen Userlike bietet den Mitarbeitern bis zu fünf Extra-Urlaubstage. Doch dafür müssen die Angestellten auch etwas tun - und das erfordert eine Menge Disziplin. 

5 Tage Extra-Urlaub

Bei einem Kölner Start-up bekommen Mitarbeiter fünf tage Extra-Urlaub. Allerdings müssen sie dafür auch etwas tun. 

Bei dem Kölner Start-up Userlike, die Onlinechats anbieten, können sich die Angestellten über fünf weitere Tage Urlaub freuen. Doch die gibt es nicht als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Die Mitarbeiter müssen aktiv werden - um sich den Urlaub als Bonus zu sichern. 

Wie "finanzen.net" berichtet, bekommen die Mitarbeiter den Urlaub nämlich nur dann, wenn sie sich neben der Arbeit weiterbilden. Wer nach Feierabend noch zusätzliche Fähigkeiten erlernt, bekommt die Tage als Belohnung. 

Weiterbildung war nicht besonders gefragt

Schon vor dieser Lösung gab es ein Bildungsbudget bei der Firma, das für Weiterbildungsangebote ausgegeben werden sollte. Doch offenbar wurde das wenig nachgefragt. Nun soll das persönliche Engagement der Kollegen, die nach Feierabend noch etwas lernen wollen, honoriert werden. "Wenn man nach einem langen, fordernden Arbeitstag nach Hause kommt, braucht es schon eine stählerne Disziplin, die freie Zeit zum Lernen einzusetzen. Die Aussicht darauf, mit Urlaub für diese Mühen belohnt zu werden, kann genau den nötigen Motivationsschub bringen", so der Chef und Co-Gründer Timoor Taufig.

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Um von der Regelung zu profitieren, müssen die Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten Lernziele pro Quartal festlegen. So gelten Onlinekurse für Designer und Programmierer oder Videoproduktionskurse für Marketing-Mitarbeiter als mögliche Weiterbildung. Auch Angestellte im Vertrieb, die sich mit Fachlektüre weiterbilden, können auf mehr Urlaub hoffen. 

Damit die Lernziele als absolviert zählen, müssen die Mitarbeiter ihr Können nachweisen. Bei einigen Kursen werden Urkunden oder Zertifikate ausgestellt. Aber auch eine schriftliche Zusammenfassung des Erlernten oder eine Präsentation vor den Kollegen gilt als Nachweis. "Indem man den Vortrag vorbereitet und letztlich vor den Kollegen präsentiert, verarbeitete man den Inhalt viel intensiver als wenn man das Buch 'einfach so‘ lesen würde", zitiert "finanzen.net" einen Mitarbeiter des Unternehmens. 

kg
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