US-Kongresswahlen Deutsches Geld für George W. Bush


US-Wahlkampfschlachten ließen sich ohne eine Finanzspritze aus der Wirtschaft nicht finanzieren. Auch deutsche Unternehmen mischen kräftig mit - und stärken den Republikanern den Rücken. Besonders Bayer ist in die Konservativen vernarrt.

Zwölf Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen spendeten zusammen gut 2,5 Mio. Dollar an US-Parteien. Mehr als 1,7 Mio. Dollar davon, also rund 68 Prozent, flossen an Republikaner. Besonders hoch liegt der Anteil bei DaimlerChrysler (71 Prozent), Boehringer (74 Prozent), BASF und SAP (je 78 Prozent) sowie Bayer (79 Prozent). Dies geht aus einer Auswertung hervor, die das unabhängige Center for Responsive Politics in Washington exklusiv für die Financial Times Deutschland erstellt hat.

Die starke Parteinahme zugunsten der Republikaner überrascht nicht zuletzt deshalb, weil die oppositionellen Demokraten bei den Kongresswahlen am 7. November womöglich sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit erringen werden.

Nach amerikanischem Recht dürfen nicht Unternehmen selbst, sondern nur ihre Mitarbeiter Geld an Parteien oder Politiker spenden. Dennoch reflektiert die Verteilung des Spendenaufkommens die politischen Präferenzen der Unternehmen. Denn ein Großteil der Spenden von Einzelpersonen fließt über "Political Action Committees" der Unternehmen. Diese PACs sammeln Spenden von Mitarbeitern ein; Manager und Lobbyisten der Unternehmen entscheiden dann, an welche Parteien und Kandidaten das Geld weitergeleitet wird.

FTD

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