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Was mich bewegt: Das verdiente Aus für Billigfriseure

Für stern-Autor Andreas Hoidn-Borchers sprechen nicht nur ästhetische Gründe gegen einen Besuch beim Billigfriseur. Das Ende von "Geiz ist geil" wäre ein Fortschritt für den Sozialstaat.

Es gibt Kinder, die hassen Friseurbesuche wie Spinat mit Lebertran. Ich habe es genossen, wenn der Dorffriseur mich in seinen Minidrehstuhl hievte und langsam auf Schnippelhöhe kreiselte. Oder wenn ich Comics lesend auf dem Schoß meiner Mutter unter der sanft brummenden Trockenhaube saß. Keine Ahnung, was das kostete. Es waren sicher keine Discountläden.

Meine Eltern wären nie zu einem Billigheimer gegangen. Dabei hatten sie kein Geld zu verschenken. Aber mein Vater war Handwerker, Schreiner. Von ihm habe ich gelernt, dass ordentliche Arbeit ordentlich bezahlt gehört. Das hat mit Wertschätzung und Achtung zu tun, für die Arbeit und für diejenigen, die sie verrichten.

In der "Geiz ist geil"-Epoche geriet diese Haltung leider aus der Mode. Zehn Prozent der Salons gehören heute zu Billigketten. Wer sich da die Haare schneiden lässt, muss wissen: Frisuren für zehn Euro und eine faire Bezahlung der Angestellten schließen sich aus. Zudem geht das gesparte Geld an anderer Stelle wieder drauf – weil der Staat die Schlechtverdiener unterstützen muss und deren Beiträge in den Sozialkassen fehlen. Einen Schnitt machen nur die Betreiber. Deshalb bin ich froh, dass dieses Geschäftsmodell mit dem Mindestlohn jetzt erschwert wird.

Und ich mag kein Gejammer der Kettenschnippler hören. Ja, sollen sie schließen müssen. Dafür überleben Friseure, die besser zahlen. Das kostet uns Kunden etwas mehr, auf den ersten Blick. Aber diesen Preis sollten wir gern zahlen.

Die Kolumne "Was mich bewegt" ...

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.