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Traditionen in den USA: Truthahn, Eierpunsch und Shopping-Ausraster: So feiern Amerikaner das Weihnachtsfest

Wer mit Amerikanern zusammenarbeitet, stolpert regelmäßig über deren Traditionen. Auch zum Weihnachtsfest gibt es einige Besonderheiten, die man hier in Deutschland so gar nicht kennt.

Von Judith Geiß

Milch und Kekse vor einem Weihnachtsbaum

Ein sehr süßer, von Kindern praktizierter Brauch, der auch in europäischen Gefilden immer mehr Einzug findet: Die Kinder stellen am Abend des 24.12. (Christmas Eve) einen Teller mit Milch und Keksen für den Weihnachtsmann bereit. Weil der ja sicher nach der ganzen Arbeit eine Stärkung braucht ...

Am Morgen des 25.12. – dem eigentlichen Weihnachtsfest (Christmas Day) in den USA – wird dann meist als Allererstes geschaut, ob Santa Claus auch von der Milch getrunken und Kekse gegessen hat.

Getty Images
Judith Geiß

Judith Geiß begleitet Unternehmen nach einer amerikanischen Übernahme. Auf ihrem Blog "thebridge-online.com" gibt sie Tipps, wie man eine Übernahme überlebt – und besser mit Amerikanern zusammen arbeitet.

Noel Baba, Moş Nicolae oder Samichlaus: Hinter all diesen Namen versteckt sich derjenige, der Kindern in der Winterzeit Geschenke bringt. In Deutschland kennen wir ihn unter dem Namen Nikolaus. In den Niederlanden sagt man Sinterklaas. Die frühen Auswanderer in die Neue Welt brachten den Brauch mit in die USA. Heute nennen sie ihn dort Santa Claus.  

Zurück geht diese inzwischen internationale Tradition auf Nikolaus von Myra, einen der bekanntesten Heiligen der Ostkirche. Als Bischof wirkte der Mann im 4. Jahrhundert n.Chr. in Lykien (heutige Türkei). Durch allerlei Legenden um den Nikolaus entwickelte sich mit der Zeit der Brauch, Kindern zu beschenken. Durch die Reformation, die die Heiligenverehrung ablehnte, wurde die Bescherung  in protestantischen Gebieten auf Weihnachten verlegt.