Wetterfolgen Der Pommes-Alarm


Pech für Junk-Food-Fans: Weil die Hitze das Heranwachsen von XXL-Kartoffeln für die Fritten-Industrie schwierig macht, könnten die knusprigen Stäbchen teurer werden.

Wegen der anhaltenden Hitze werden Pommes frites bald teurer. Die notwendigen Kartoffel-Übergrößen für die Frittenindustrie dürften in diesem Jahr knapp werden. Die hohen Temperaturen ließen auch auf künstlich bewässerten Flächen kaum noch Wachstum zu, teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) am Dienstag in Bonn als Grund mit. Wegen der schwachen ferienbedingten Nachfrage seien Pommes frites derzeit aber noch recht günstig.

Bei Kartoffeln zeichnen sich laut ZMP in Deutschland wie auch in vielen anderen EU-Ländern Ernteeinbußen ab. Daher dürfte die Talsohle mit tiefen Erzeugerpreisen für Frühkartoffeln erreicht sein.

Die Dürre bedingten Schäden wirkten sich bisher nur begrenzt auf die aktuellen Verbraucherpreise aus, berichtete die ZMP. Höhere Mehlpreise seien nicht auszuschließen. Brot und Brötchen dürften sich dadurch aber kaum verteuern, da das Mehl nur einen geringen Teil am Endpreis ausmache.

Bei Gemüse seien die Auswirkungen der Trockenheit bislang nicht dramatisch. Rund 80 Prozent der intensiv bewirtschafteten Flächen könnten künstlich bewässert werden. Zudem kämen viele Gemüsearten wie etwa Tomaten, Salatgurken und Gemüsepaprika aus dem Gewächshaus. Dennoch gebe es viele Trockenschäden. Salate etwa müssten früher geerntet werden. Bei Blumenkohl habe das heiße Wetter die Kopfbildung stark beeinträchtigt. Salatgurken wüchsen zur Zeit sehr schnell, im August könne es aber Angebotslücken bei steigenden Preisen geben.


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