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Gruselige Gewinnspielmasche Whatsapp-Abzocke mit "Halloween-Geschenkkörben" von Milka

Betrüger missbrauchen die Marke Milka für ihre Abzockmaschen
Betrüger missbrauchen die Marke Milka für ihre Abzockmaschen
© Imago Images
Wer hier klickt, bekommt nur Saures: Whatsapp-Betrüger versuchen mit vermeintlichen Halloween-Gewinnspielen im Namen von Milka leichtgläubige Naschkatzen abzuzocken.

Eigentlich weiß man ja, dass man nicht unbedacht auf irgendwelche dubiosen Links klicken sollte. Aber wenn die Worte "kostenlos" und "Geschenke" aufploppen, setzt der Verstand eben manchmal doch kurz aus. Das versuchen aktuell Betrüger auszunutzen, die via Whatsapp vermeintliche "Halloween-Geschenkkörbe" von Milka als Köder ausgeworfen haben.

Der Verein Mimikama, der Internetmissbrauch aufdeckt, berichtet von der Neuauflage einer Abzockmasche, die schon zu Ostern kursierte. Statt mit kostenlosen Schoko-Osterhasen werden unvorsichtige Whatsapp-Nutzer nun mit Süßigkeiten zum Thema Halloween in die Falle gelockt, wie Screenshots zeigen. Wer den Link anklickt, wird laut Mimikama auf eine Seite geleitet, die als Webseite von Milka getarnt ist. Dort soll man in einem Mini-Quiz vier simple Fragen beantworten, um sich die Gratis-Schokolade zu sichern. Tatsächlich ist das Ganze Fake, wie man auch daran erkennen kann, dass die vermeintliche Milka-Webpage auf ".ru" endet. 

Zu gewinnen gibt’s auch nichts. Zunächst wird man aufgefordert, den Link an 20 Whatsapp-Freunde zu verschicken, um den vermeintlichen Preis zu erhalten. Dann wird man auf verschiedene Seiten weitergeleitet, auf denen man in Abo-Fallen gelockt oder persönliche Daten abgegriffen werden sollen. Auch auf dubiosen Casino-Seiten und Dating-Plattformen landeten die Mimkama-Tester bei ihrem Probelauf. Im schlimmsten Fall könnten sich Nutzer auf den Seiten einen Trojaner einfangen, der die privaten Daten angreift, warnt Mimikama.

Milka warnt vor "Klick-Köder"

Auch Milka-Hersteller Mondelez warnt auf seiner echten Homepage vor "falschen Milka-Gewinnspielen", die als "Klick-Köder" missbraucht würden. "Ist der Absender nicht Mondelez, sind Informationen nicht eindeutig oder fehlen, raten wir klar von der Abgabe personenbezogener Daten ab!" 

Als die Fake-Milka-Masche vor Ostern kursierte, hatte auch die Verbraucherzentrale einen Warnartikel dazu verfasst. Darin erklären die Verbraucherschützer auch, was man tun soll, sofern man auf den Betrug hereingefallen ist. So sollte man im Anschluss an das Klicken auf den Link keine unbekannten Apps installieren. Wer persönliche Daten wie Name, Anschrift oder sogar Bankdaten preisgegeben hat, sollte die Polizei und die eigene Bank informieren, raten die Verbraucherschützer. Außerdem sollte man schnellstens alle Kontakte warnen, an die man den Link weitergeleitet hat.

Quellen: Mimikama / Milka / Verbraucherzentrale

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