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Autoexperte Dudenhöffer: "Winterkorn als VW-Chef nicht mehr tragbar"

Angesichts der manipulierten Abgastests von Volkswagen rechnet der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer mit personellen Konsequenzen. Martin Winterkorn könne nicht VW-Chef bleiben.

Ferdinand Dudenhöffer spricht und gestikuliert mit den Händen auf Gesichtshöhe

Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet bei VW mit personellen Konsequenzen

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kann nach Meinung von Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer angesichts des Abgas-Skandals in den USA nicht im Amt bleiben. Winterkorn, in dessen Verantwortung auch die konzernweite Forschung und Entwicklung falle, habe entweder von den Manipulationen gewusst 

 oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen der "Frankfurter Rundschau". 

Martin Winterkorn spricht im Anzug in ein Kopfmikrofon mit einem zusammengerollten Zettel in der Hand.

VW-Chef Martin Winterkorn ist laut Dudenhöffer "nicht mehr tragbar"

 

"In beiden Fällen würde ich sagen, dass Winterkorn an der Konzernspitze nicht mehr tragbar ist." Der "Westdeutschen Allgemeinen" sagte er: "Jeder Politiker könnte bei einer solchen Angelegenheit nicht in seinem Amt bleiben."

Nach der eingeräumten Manipulation verlor die Volkswagen-Aktie an der Frankfurter Börse massiv an Wert. Sie sackte zu Handelsbeginn am Montagmorgen um 13 Prozent ab.

Volkswagen hatte am Sonntag zugegeben, die Abgaswerte von Diesel-Autos in den USA für Fahrzeugtests manipuliert zu haben. Die US-Umweltbehörde EPA führt eine Untersuchung gegen den Konzern unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Klimaschutzgesetz "Clean Air Act" verstoßen. Dem Dax-Konzern drohen deswegen schlimmstenfalls Strafzahlungen von mehr als 18 Milliarden Dollar und ein nicht abzuschätzender Imageschaden.

jen / DPA