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Feiertagsunfälle: "Erna, die Böller kommen!"

Versicherungen erwarten über die Feiertage mehr als 20.000 Schadensfälle - meist durch Unachtsamkeit. Aber welche Versicherung ist wofür zuständig?

Rund 34 Millionen Euro zahlen die deutschen Versicherer jedes Jahr für über 20.000 Schäden in der Advents- und Weihnachtszeit und in der Silvesternacht. Das geht aus einer Schätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. Unbeaufsichtigte Kerzen an Adventskränzen, Gestecken und Weihnachtsbäumen und leichtsinniges Hantieren mit Feuerwerkskörpern, sind die häufigsten Schadenursachen.

Kommt es zu einem Brand oder zu einem Unfall mit Feuerwerkskörpern, bieten Hausrat-, Wohngebäude-, Private Haftpflicht-, Kfz-, oder die Private Unfallversicherung Versicherungsschutz. Wir sagen, welche Versicherung wofür einspringt:

Hausratversicherung:

Ersetzt werden Schäden, die z.B. durch Feuer oder aber auch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen - sogar ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert.

Wohngebäudeversicherung:

Ersetzt werden Schäden, die beispielsweise durch explodierende Feuerwerkskörper am Gebäude entstehen.

Private Haftpflichtversicherung:

Tritt ein, wenn ein Partygast in einer Wohnung durch einen Feuerwerkskörper einen Schaden anrichtet oder Kinder ungeschickt mit Knallfröschen hantieren, und es dadurch zum Schadensfall kommt.

Kaskoversicherung:

Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Kaskoversicherung für den Schaden ein. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.

Private Unfallversicherung:

Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden davonträgt, erhält Leistungen aus der privaten Unfallversicherung. Heilbehandlungskosten sind allerdings Sache der Krankenversicherung.

DPA