Ground Zero-Bebauung Freie Bahn für den Freedom Tower


Der Weg für die Neubebauung des Ground Zero in New York ist frei. Mehrere Versicherungen und der Mieter des ehemaligen World Trade Centers einigten sich auf eine Milliarden-Zahlung. Jetzt könnte auch der 540 Meter hohe Freedom Tower gebaut werden.

Nach jahrelangem Tauziehen ist der Streit um die Versicherung für die Zerstörung des World Trade Centers in New York beigelegt. Die Kläger einigten sich mit sieben Versicherungsgesellschaften auf weitere Zahlungen von zwei Milliarden Dollar. 2,55 Milliarden Dollar wurden bereits überwiesen.

Damit sei sechs Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September der Weg für eine Neubebauung frei, erklärte Gouverneur Eliot Spitzer. Die Vereinbarung bedeutet, dass mehrere noch offene Gerichtsverfahren eingestellt werden können. Der Immobilieninvestor Larry Silverstein, der die Zwillingstürme nur wenige Wochen vor ihrer Zerstörung gemietet hatte, erhielt zunächst eine Versicherungszahlung von 3,5 Milliarden Dollar zugesprochen. Er machte aber höhere Zahlungen mit dem Argument geltend, dass es sich nicht um einen, sondern um zwei Anschläge gehandelt habe. Der Klage schloss sich später die Port Authority als Eigentümerin des Geländes an. Beide wollen dort ingesamt fünf Bürotürme bauen, darunter den 540 Meter hohen Freedom Tower.

Schwierigster Versicherungsfall der Geschichte

Zu den beteiligten Versicherungsgesellschaften gehören unter anderen die Swiss Reinsurance, die Allianz Global Risks U.S. Insurance und die Zurich American Insurance. Silverstein dankte Gouverneur Spitzer für seine Vermittlung und sagte, der Wiederaufbau werden nun nicht mehr an den Finanzen scheitern. Allianz-Mitarbeiter Andreas Shell sprach von einem der schwierigsten Versicherungsfälle der Geschichte und fügte hinzu: "Wir freuen uns, das alles jetzt hinter uns zu lassen."

AP AP

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