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Haftung: Unfall-Haftung auch für schuldlose Autofahrer

Der Fahrer haftet demnach für die Betriebsgefahr seines Wagens - diese Haftung wird bereits dadurch ausgelöst, dass der Betrieb des Wagens den Unfall irgendwie mit veranlasst hat.

Auch wer an einem Verkehrsunfall nach den gängigen Verkehrsregeln schuldlos ist, kann unter Umständen für einen Unfall haftbar gemacht werden. Darauf weist der Anwalt-Suchservice in Köln unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm hin (Az.: 27 U 62/00).

In dem verhandelten Fall ging es um den Fahrer eines Kleinwagens, dem auf einer schmalen Straße eine Großraumlimousine entgegen kam. Der Mann war von den Ausmaßen des anderen Fahrzeugs eingeschüchtert und ging davon aus, dass die beiden Wagen nicht aneinander vorbei passen würden. Er wich scharf nach rechts aus, geriet dabei ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab.

Der Verunglückte verklagte laut dem Anwalt-Suchservice daraufhin die Fahrerin der Großraumlimousine auf Schadenersatz. Obwohl diese gegen keine Verkehrsregel verstoßen hatte, gab das Gericht dem Kläger recht. Die Fahrerin hafte demnach für die Betriebsgefahr ihres Wagens - diese Haftung werde bereits dadurch ausgelöst, dass der Betrieb ihres Wagens den Unfall irgendwie mit veranlasst habe. Die Frau müsse auch haften, wenn das Ausweichen des Verunfallten Resultat einer Fehleinschätzung und objektiv nicht erforderlich war.

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