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Krankenversicherung: Gesetzliche Kassen mit 940 Millionen im Minus

Trotz deutlich gestiegener Einnahmen ist die gesetzliche Krankenversicherung im ersten Halbjahr deutlich in die roten Zahlen gerutscht. Von Januar bis Juni entstand ein Defizit von 940 Millionen Euro.

Insgesamt haben die gesetzlichen Krankenkassen in den ersten sechs Monaten des Jahres 79,24 Milliarden Euro ausgegeben. Dieser Summe standen Einnahmen von nur 78,3 Milliarden gegenüber. Als Kostentreiber für das Minus von 940 Millionen Euro erwiesen sich laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vor allem Arzneimittel.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erwartet dennoch zum Jahresende ein "annähernd ausgeglichenes Finanzergebnis". Ähnlich äußerte sich der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wegen steigender Ausgaben für Arzthonorare, Medikamente und Krankenhäuser sei für den neuen Gesundheitsfonds 2009 aber mit einem deutlich höheren Krankenkassenbeitrag zu rechnen. "Ich sehe eine deutliche '15' vor dem Komma", erklärte Verbandschefin Doris Pfeiffer. Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,92 Prozent. Davon werden 0,9 Punkte von den Arbeitnehmern allein bezahlt.

Insgesamt legten die Leistungsausgaben je Mitglied in den ersten sechs Monaten um 4,5 Prozent zu, während die Einnahmen je Mitglied nur um zwei Prozent stiegen. Für Medikamente mussten die Krankenkassen je Mitglied 5,7 Prozent mehr ausgeben als im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Die Krankenhausausgaben stiegen je Mitglied um drei Prozent, während die Kosten der ambulanten ärztlichen Behandlung um 3,5 Prozent zunahmen.

Nach Einschätzung des Ministeriums seien "alle Voraussetzungen dafür gegeben, dass die GKV nach Überschüssen in den letzten vier Jahren auch in diesem Jahr keine roten Zahlen schreiben wird und die Entschuldung der Kassen erfolgreich abgeschlossen werden kann". Im zweiten Halbjahr verbuchen die Kassen in der Regel höhere Einnahmen, weil dann Einmalzahlungen wie das Weihnachtsgeld berücksichtigt werden.

Im vergangenen Jahr hatten die Kassen in den ersten sechs Monaten noch einen Überschuss in Höhe von rund 307 Millionen Euro erzielt, der bis zum Jahresende auf 1,8 Milliarden Euro angewachsen war.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
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