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Die Zahl der übergewichtigen Haustiere steigt rasant. Einer Studie zufolge sind fast die Hälfte der Hunde und Katzen zu dick. Schuld daran ist - wie beim Menschen - zu energiereiches Essen und zu wenig Bewegung.
Die hoch ansteckende Vogelgrippe ist nach Deutschland zurückgekehrt: Das Virus H5N1 wurde bei einer Wildente nachgewiesen. Während dies ein Einzelfall bleiben kann, ist die Lage in Asien dramatisch. Dort sterben immer wieder Menschen an der Tierseuche. Und die Gefahr einer weltweiten Grippewelle droht weiterhin.
Der US-Pharmariese Pfizer kämpft weiterhin mit rückläufigen Geschäften. Im ersten Quartal fiel der Umsatz um 7 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (11,7 Mrd Euro).
Ein neuer Erreger befällt Schafe, Ziegen und Rinder. Wie viele Tiere betroffen sind, wird erst nach und nach klar. Und ein Impfmittel ist noch lange nicht in Sicht. Auf die Geburten der ersten Kälber dürften in diesen Tagen viele Landwirte mit gemischten Gefühlen warten. Denn dann wird sich zeigen müssen, wie viele Tiere dem Schmallenberg-Virus zum Opfer fallen. Es sorgt bei ausgewachsenen Tieren für allenfalls milde Symptome. Wenn aber trächtige Tiere infiziert sind, können bei Neugeborenen schwerste Missbildungen auftreten, vor allem an den Gliedmaßen und der Wirbelsäule. Die kleinen Lämmer und Kälber sind dann nicht lebensfähig. Bis zu 30 Prozent einer Geburtenkohorte waren bei Schafen betroffen. Das Virus wurde erstmals im September 2011 in den Niederlanden beobachtet. Seitdem verbreitete es sich in Europa, unter anderem sind auch die Niederlande, Belgien und Großbritannien betroffen. „Dies ist seit langer Zeit das erste Mal, dass ein völlig unbekannter Erreger in den Beständen aufgetreten ist", sagte Karin Schwabenbauer, die Leiterin der Abteilung Tiergesundheit im Bundeslandwirtschaftsministerium, Anfang Februar. "Das stellt uns vor große Herausforderungen.“ Eine dieser Herausforderungen besteht darin, dem Virus überhaupt auf die Schliche zu kommen. Noch gibt es keinen Test. Ob also ein Bestand vom Virus befallen war, wird oftmals erst durch Totgeburten bekannt. Die Nachweise registriert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einer Datenbank, jeden Tag werden die Fallzahlen online aktualisiert . Die folgende Visualisierung dieser Daten zum Stand 13. März zeigt, wie unterschiedlich stark die Bundesländer betroffen sind. Obwohl in Baden-Württemberg etwa genauso viele Betriebe Rinder und Kälber halten wie in Nordrhein-Westfalen, sind dort deutlich weniger Schmallenberg-Fälle bekannt. Das dürfte vor allem daran liegen, dass NRW näher an den Niederlanden liegt, wo der Erreger ebenfalls verbreitet ist. Denn übertragen wird das Virus von Insekten. Allerdings sind die Fallzahlen gerade bei Rindern momentan noch nicht hoch genug für eine differenzierte Auswertung. (Die genauen Fallzahlen werden sichtbar, wenn man mit der Maus über die einzelnen Balken im Diagramm fährt.) {"dataSourceUrl":"//docs.google.com/spreadsheet/tq?key=0AiRs0qerdI7sdF82ZjBrRVdqbmxpeHZEa2ZURVV3R3c&transpose=0&headers=1&range=A1%3AD16&gid=0&pub=1","options":{"vAxes": ,"title":"Schmallenberg-Virus: betroffene Betriebe nach Bundesl\u00e4ndern","booleanRole":"certainty","height":371,"animation":{"duration":500},"legend":"top","vAxis":{"format":""},"width":600,"hAxis":{"title":"(Stand: 13.3.2012, 15.00; Quelle: www.fli.bund.de)","slantedTextAngle":90,"slantedText":true,"format":""},"isStacked":true},"state":{},"chartType":"ColumnChart","chartName":"Chart 1"} Insgesamt wurde das Schmallenberg-Virus in 934 Tierbeständen nachgewiesen, in 779 von ihnen erkrankten Schafe, in 115 Beständen Rinder und in 40 Ziegen. Seit Anfang Februar hat sich die Gesamtsumme damit fast verfünffacht. Das bedeutet aber nicht, dass die Infektionen in dieser Zeit zugenommen hätten. Es werden nur immer mehr Fälle bekannt. Infiziert wurden die Tiere in aller Regel im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres. Ende November wurde dann das Genom des Schmallenberg-Virus entschlüsselt, Anfang März veröffentlichten Forscher die ersten hoch aufgelösten Bilder. Sie sollen dabei helfen, den Erreger zu verstehen. Ein Impfstoff wird wohl frühestens 2014 entwickelt sein. Was können die Landwirte bis dahin tun? "Ich wüsste im Moment nicht, was man ihnen raten könnte, weil wir keine Instrumente haben, diese Krankheit zu bekämpfen", so Schwabenbauer. "Handelsrestriktionen halten wir nicht für sinnvoll, weil wir davon ausgehen, dass die Krankheit bereits überall ist.“ von Christina Elmer
In der oft hitzigen Debatte um Antibiotika im Stall findet sich immerhin ein Konsens: Antibiotika nur dann, wenn es zu therapeutischen Zwecken unbedingt notwendig ist. Dass die Realität heute anders aussieht, legen Studien aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nahe. Demnach werden die meisten Hühner, Schweine und Puten in der Mast mit Antibiotika behandelt, zum Teil mit zehn und mehr Wirkstoffen. Einige Hühner bekommen bis zu 26 Tage ihres kurzen, oft nicht mehr als 32 Tage umfassenden Daseins Antibiotika verabreicht. So werden Infektionen im Stall unterdrückt, aber auch Resistenzen hervorgerufen, die lebensgefährlich sein können. Wir sollten dringend etwas tun, aber was genau? Um das System umzukrempeln, wären ein paar grundlegende Daten hilfreich: Wo werden besonders viele Antibiotika eingesetzt, in welchen Haltungsformen und in welchen Regionen? Das wüsste man alles gerne, insbesondere als Datenjournalist. Insgesamt 900 Tonnen Antibiotika wurden im vergangenen Jahr an Tiere verabreicht, mehr als 90 Prozent davon an Nutztiere. Das gab Anfang 2012 der Bundesverband für Tiergesundheit bekannt. So viel weiß man also immerhin. Aber hinter dieser Summe für alle Tiere in ganz Deutschland klafft eine große Lücke. Dabei wird die Abgabe von Antibiotika durchaus dokumentiert, allerdings im falschen Format. Auf Zetteln. Einen Zettel führt der Landwirt, einen der Veterinärmediziner. Darauf steht detailliert, welche Tiere aus welchem Grund behandelt werden und wie lange welche Mittel sie bekommen. Dazu sind Tierhalter und Tierarzt verpflichtet. Gelegentlich werden diese Formulare von den Überwachungsbehörden angefordert, aber nicht standardmäßig erfasst. Man würde sich dafür eine Datenbank wünschen, in der alle Behandlungen eingetragen sind. Nicht nur als Datenjournalist – Kontrollen könnten damit automatisiert werden, sogar ein Vorwarnsystem wäre denkbar, etwa für Betriebe, die zunehmend Antibiotika verbrauchen. Ein wenig mehr Transparenz soll Mitte 2012 in die Sache kommen. Dann will das Bundesministerium für Landwirtschaft regionalisierte Daten über die „in Verkehr gebrachten Tierarzneimittel-Mengen“ veröffentlichen. Dann wird immerhin sichtbar, wieviele Antibiotika die Tierärzte in einem bestimmten Postleitzahlenbereich geordert haben. Was sie damit gemacht haben, bleibt allerdings weiter im Dunkeln. Bis in die Tierställe hinein wird eine Studie schauen, die das Bundesinstitut für Risikobewertung in Auftrag gegeben hat. Die repräsentative VetCAb-Untersuchung soll erstmals Anfang 2013 Daten darüber liefern, welche Antibiotika in Nutztierbeständen wie häufig verabreicht werden. Elektronische Daten. Teilnehmen sollen Landwirte und Veterinäre aus acht Landkreisen, deren landwirtschaftliche Struktur exemplarisch für eine ganze Region steht. Damit sich genügend Tierhalter freiwillig in den Stall schauen lassen, lockt am Ende der Erhebung eine individuelle Datenauswertung für jeden Landwirt. Und die Daten werden anonymisiert gespeichert. Es besteht also Hoffnung für Datenjournalisten. Eine Stichproben-Analyse ist immer noch besser als gar keine Statistik. von Christina Elmer Lesen Sie dazu auf stern.de: Eine Riesensauerei – Gefährliche Bakterien im Schweinefleisch
Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) gibt den Verbrauch von Antibiotika in deutschen Tierställen für das vergangene Jahr mit rund 900 Tonnen an.
Im Fleischexportland Paraguay ist erneut die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Experten aus Wissenschaft, Tierschutz und der Lebensmittelbranche wollen ein gemeinsames Gütesiegel für Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung einführen.
Die seit Menschengedenken gefürchtete Rinderpest ist für weltweit ausgerottet erklärt worden.
Nach dem dreizehnten Todesfall in Thailand beraten die EU-Gesundheitsminister über Notfallpläne für den Fall einer Grippe-Pandemie. Für Deutschland schätzt das Bundesinstitut für Tiergesundheit das Einschlepprisiko mäßig bis hoch ein.
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