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12. März 2008, 08:30 Uhr

Frauen sollen Randale machen

In einem Interview mit dem stern fordern die Autorinnen Charlotte Roche und Ariadne von Schirach Frauen zum Protest auf. Bei ungerechter Bezahlung sollten Frauen gegen ihre Arbeitgeber auf die Straße gehen.

Charlotte Roche bei einer Lesung im Schauspielhaus in Köln© Jörg Carstensen/DPA

"Es geht doch immerhin um mehr als die Hälfte der Bevölkerung! Frauen können doch einfach mal von all ihren männlichen Kollegen die Gehaltszettel öffnen und eine Randale veranstalten", so Roche. Auch in der Partnerschaft ließen Frauen sich immer noch zu sehr davon leiten, was andere über sie denken. "Die Folge ist, dass so viel Energie in die Performance fließt, dass Frauen die eigene Lust vergessen", so Ariadne von Schirach. "Deswegen müssen wir den Sex zurück erobern! Das ist etwas, was uns gehört!"

Beide Autorinnen beklagen im stern, dass selbstständiges Auftreten von Frauen auch heute noch nicht gesellschaftlich akzeptiert wird. "Frauen werden immer noch dazu erzogen, passiv zu sein, weil sie sonst angeblich für Männer nicht erotisch sind", so Charlotte Roche. Die 29-jährige Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin kennt dies aus eigener Erfahrung. "Wenn eine Frau die Initiative ergreift und sich gezielt jemanden aussucht, mit dem sie Sex hat - dann sagen mir Leute, das sei männliches Verhalten!"

Roche, selbst Mutter einer fünfjährigen Tochter, bekam in der Jugend andere Ratschläge: "Mir wurde gesagt: Hab viele Freunde, ihr könnt ruhig zu Hause Sex haben. Also habe ich sehr aktiv Jungs abgeschleppt. Männer, bei denen ich so eine Weibchen-Rolle hätte erfüllen müssen, haben mich nie interessiert."

Um mehr über die eigene Sexualität zu erfahren, empfiehlt Roche Frauen einen Bordell-Besuch: "Wenn man der Frau viel Geld gibt und sie gut behandelt, finde ich das total okay. Ich finde es auch falsch zu sagen, die Prostituierten sind die Feinde der Ehefrauen. Ich will wissen, was Männer für Triebe haben."

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 12/2008

 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
soulseeker (12.03.2008, 14:28 Uhr)
Angst habe ich nur davor ...
... demnächst den Pimmel meines durch Charlotte Roche inspirierten Kollegen durch dessen Beinkleider riechen zu müssen ;)) ... da das Geschwätz der schwarzzahnigen Ex-Moderatöse (inklusive dieser Aussage, die sich unwiederruflich in mein Großhirn gegraben hat) ungefähr auf allen Web-Channels zu lesen ist kann man sich dem leider nicht entziehen. Wenn dieses Pseudo-FickiFicki-Gelaber Feminismus sein sollte hab ich wohl was nicht richtig verstanden.
RaBraBo (12.03.2008, 10:47 Uhr)
Der Teufel trägt Prada :-)
Wenn eine Frau erfolgreich - im Sinne unserer Gesellschaft - sein will, muss sie vor allem besser, fleissiger und schneller sein als ein Mann. Sie muss der bessere Mann für den Job sein. Die Emanzipation der 60er und 70er hat leider dazu geführt, das die Männer es sich noch bequemer gemacht haben. Früher hatten sie nur Zuhause eine Frau als Putzpunk, heute haben sie im Betrieb auch noch genug Aufräumer. Heute gibt es erfolgreiche Frauen die Boxen und in der Politik - ja wir haben sogar eine Bundeskanzlerin. Aber für mich sind das nur eine andere Art von Männer. Ich find die Darstellung der Frau in "Der Teufel trägt Prada" sehr bezeichnend. Klar ist nur ein Film. Aber das der, der die Macht hat, im Film überhaupt nicht zu sehen ist und natürlich ein Mann ist...... und die sensibelste Rolle mit den meisten weiblichen Anteilen auch ein Mann spielt, ist für unsere Zeit schon fast typisch. Das Typisch weibliche ist doch mit der Emanzipation begraben worden und das fehlt nun. Die Sensibilität, Einfühlvermögen, Spiritualität, das weibliche Empfinden, das Gefühl fürs ganze. Wo sind denn die Heilerinnen und Hexen, die Feen, Elben und Elfen? In den letzten 40 Jahren wurde viel gleich gemacht, aber Mann und Frau leben vom Gegensatz. Die Emanzen haben versäumt den weiblichen Stärken die gleiche Wichtigkeit zu geben, wie es die Männer tun. Sie hätten von den Männer lernen sollen und sie nicht bekämpfen. Eins der schönsten Beispiele für eine Tolle Frau, wie ich finde, ist das Orakel in Matrix.
Lammbock (12.03.2008, 10:46 Uhr)
Das Problem...
...bei diesen Frauenrechtlerinnen ist, dass sie an extremer Selbstüberschätzung und Realitätsverlust leiden. Zudem kommt hinzu, dass es immer etwas aggresiv wirkt, wenn sie z.B. fordern, dass Männer Auslegeware sind, an denen Frauen sich zu bedienen haben. Wo es einfach an den Vorraussetzungen fehlt, kann frau keine Gleichheit erzwingen. In diesem Sinne: Schöne Tägin noch.
ganzbaf (12.03.2008, 10:15 Uhr)
Ass up!....

Ist immer richtig ;-Pp
Voir allem in einer "Ausverkaufsrepublik" wie Deutschland zur Zeit.
.
Stoppt die Kriegs- und Globalisierungsgewinnler... :-)
Titania (12.03.2008, 10:07 Uhr)
Blödsinn...
Charlotte Roche kann ich nicht mehr ernst nehmen, seitdem ich irgendwann vor Jahren mal einen Bericht über sie gesehen hab, wo sie dem Fernsehteam ihre völlig verlodderte und verdreckte Wohnung gezeigt hat und auch noch stolz darauf war. Die soll sich zum Vorbild nehmen, wer will, ich will's jedenfalls nicht. Mal ganz abgesehen davon, daß ich Feminismus und Emanzipation nicht daran festmache, daß ich wahllos im möglichst vielen Männern rumschlafe. Und spätestens bei dem tollen Vorschlag "doch einfach mal die Gehaltszettel der männlichen Kollegen aufzumachen und dann Randale zu machen", zeigt mir, daß Frau Roche in einer anderen Welt lebt als ich, denn wenn ich das "einfach mal so machen würde", könnte ich mir 10 Minuten später meine Papiere abholen und dürfte in Zukunft stempeln gehen. Ist ja schön, daß sich diese Berufsjugendliche das so vorstellt, aber das wirkliche Leben funktioniert anders.
surangumal (12.03.2008, 09:52 Uhr)
Und wieder haben Männer Angst...
denn das ist es was ich aus soulseekers und forever_technos Postings rauslese. Schon lustig, dass der Feminismus auch im Jahre 2008 den Männern noch sowiel Angst macht.
Ich sage euch: "Männer fürchtet euch nicht!"
G.Kern (12.03.2008, 09:52 Uhr)
hihi
...interessant ist, wer sich hier alles auf den Schlips getreten fühlt. Soso, sie ist also eine ganz unwichtige Person. Der User hat den Artikel aber trotzdem aufmerksam gelesen. Wer legt schon gern seinen Gehaltszettel offen.
Vincent_Vega (12.03.2008, 09:37 Uhr)
Uninteressiert, aber doch gelessen
obwohl sich beide Vorredner nicht für Charlotte Roche interssieren, haben sie doch anscheinend den Artikel gelesen; und dies intensiv.
Soulseeker geht sogar intensiv auf das ein, was sich unter der hose abspielt.
Wer sich so ausläßt hat anscheinend doch etwas gefunden was ihn interessiert.
forever_techno (12.03.2008, 08:45 Uhr)
dem stimme ich zu!
Ich hätte es zwar nicht so ausgedrückt wie Soulseeker, aber in der Sache hat er recht: Wen interessiert eigentlich Charlotte Roche? Ihr Buch hat nur deshalb so viel Aufmerksamkeit erhalten, weil eine abgestandene Zote nach der anderen bringt, und im Fernsehen will sie auch längst keiner mehr sehen. So what? Es gibt wirklich bemerkenswertere Personen ...
soulseeker (12.03.2008, 08:28 Uhr)
Dummes Gelaber einer unwichtigen Person
Wen interessiert es überhaupt, was diese Frau zu sagen hat bzw warum gibt man so einer E-Prominenten überhaupt eine Plattform, ihren geistigen Dünnpfiff zu verbreiten? Nur weil ein bisschen versautes Zeug von sich gibt und fremde Geschlechtsteile durch die Hose riechen möchte? Unfassbar das man ihr überhaupt zuhört, ich ärger mich jetzt schon über die verschwendete Lebenszeit die ich mit dem tippen dieses Postings verbringe :(
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